Bewertung: 7,5
1. The Maelstrom
Nightwish haben viel von ihrer hymnischen Art und Weise verloren, Within Temptation und Ad Infinitum gehen in eine deutlich modernere Richtung und Epica treten – zwar auf akzeptablem Niveau – irgendwie auch auf der Stelle. Irgendwie habe ich den Eindruck, der Symphonic Metal darbt irgendwie dahin. Ob ausgerechnet die bisher eher zweit-, wenn nicht drittklassigen Coronatus daran etwas ändern kann? Es wäre eine faustdicke Überraschung!
«Dreadful Waters» ist bereits das elfte Studioalbum und für dieses Album haben sich die Schwaben so viel Zeit genommen wie noch nie. Speziell an der Combo waren ja eigentlich immer die drei Sängerinnen, wobei Leni und Sabine die Sopran Stimmen zelebrieren und Nemesis die rockige Seite vertritt. Allerdings haperte in vielen Vorgängern am Songwriting. Da waren phasenweise Songs dabei, welch wirklich für den runden Eimer waren. Das Coronatus sich diesmal mehr Zeit genommen hat, hört man der Scheibe an. Sie ist homogen und stimmig. Die Violinenklänge geben der Scheibe einen Schuss Folk, welchen den bombastischen Arrangements gut zu Gesicht stehen.
Der Opener «The Maelstrom» versprüht
eine melancholisch, wunderschöne Stimmung, «To The Reef» könnte auch aus der
Leaves’ Eyes Schmiede stammen und das düstere «Dark Ice» gefällt ebenso. Sind
also Coronatus die Retter des Symphonic Metal? Nein, so weit würde ich nicht
gehen, dafür fehlt immer noch ein ganzes Stück Genialität. Aber mit dem neusten
Album zeigen Coronatus ihre bis dato reifste Leistung.


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