Bewertung: 7,5
Irgendwie muss in den Büroräumen von Dying Victims Records eine Quelle sein, welche jede Woche eine neue Band an die Oberfläche spült. So auch das schwedische Duo von Harrowed, welches mit «The Eternal Hunger» ihr Debüt veröffentlichen. Ob bei so viel neuen Bands und Alben die Qualität nicht leidet, dürfte wohl auch eine Frage des persönlichen Geschmackes sein.
Harrowed fallen insofern etwas aus dem sonstigen Portfolio, weil Death Metal nicht gerade zu den Kernkompetenzen des Labels gehören. Dazu mischen die Schweden Punk und Heavy Metal Elemente und mit mächtigem Old School Charme. Allerdings ist noch nicht alles Gold was glänzt: Während der Opener «Bayonet» mit geilen, eingängigen Riffs überzeugt und «The Haunter» fast schon Doom Metal ist, so macht sich mit der Zeit eine gewisse Eintönigkeit breit. Das mag zum einen an den heiseren Growls von Adam Lindmark liegen, zum anderen aber auch dass mit «Ultra Terrene Phantasmagoria» und «The Reins» auch durchschnittliches Material dabei ist (Kategorie: Schon x-mal gehört…).
So richtig packend ist für
mich dieser Erstling also nicht, was aber Fans von kauzigem Death Metal mit
Punk Attitude nicht davon abhalten sollte, mal ein Ohr zu riskieren. Trotzdem
sollte das Essener Label vielleicht etwas von der Maxime ‘Quantität vor Qualität’
abkommen, da eine gewisse Sättigung und Überflutung von Releases durchaus auch negativ
sein kann.


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