1. Enthroned
Im Schnitt alle drei Jahre gibt es ein neues Album der Niedersachsen auf die Ohren. «Dread Emperor» ist das fünfte Werk der beiden Protagonisten Jens Finger (Gitarre, Bass) und Bernd Reiners (Gesang, Schlagzeug). Auf knapp vierzig Minuten gibt es die Vollbedienung für alle Old School Death Metaller.
Innovatives sucht man hier ebenso vergebens, wie auch überraschende Wendungen oder irgendwelche Smash Hits. Dafür bekommt der Käufer eine amtliche Abreibung und eine Lektion in Sachen ‘Wie klinge ich nach den 90ern oder altbacken zu wirken?’. Das gelingt Slaughterday dank Songs wie «Obliteration» Crusade», «Astral Carnage» und dem langsamen Titelsong vorzüglich. Vorbilder gibt es viele, diese reichen von Autopsy, Grave bis zu Edge Of Sanity. Die Gitarrensolos sind klasse, die tiefen Growls ein Genuss und die geschickt eingesetzten Rhythmuswechsel sorgen dafür, dass keine Langeweile entsteht.
Aber es ist halt auch nicht wirklich etwas
auf der Scheibe, dass mich jetzt sofort aus den Socken haut und die Frage
stellt sich immer wieder: Greife ich nun in einem Jahr zu Slaughterday oder den
Klassikern des Genres? Wahrscheinlich ist Zweiteres der Fall, aber trotzdem ist
Album Nummer Fünf kein Fehlgriff, sondern eine solide bis gute Scheibe.


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