Seit über 20 Jahren mischen Wolfchant im Pagan Metal munter mit, treten aber nicht auf der Stelle und erfinden sich auf dem neusten Streich zwar nicht neu, aber klingen trotzdem frisch und glänzen mit reifen, durchdachten Arrangements. Man spürt die Leidenschaft bei jedem Ton und fühlt sich sofort als sässe man mit einem Horn voll Met an einem Lagerfeuer oder wird an epische Schlachten erinnert, also genau das was Pagan Metal ja transportieren sollte.
Stilistisch bleiben Wolfchant natürlich ihrer Linie treu und liefern epische Melodiebögen mit starken Chören und einer grandiosen Mischung aus Klargesang und Growls. Natürlich könnte man argumentieren, dass die Deutschen nicht mehr die rohe Urkraft des Pagan besitzen, sondern mehr auf Atmosphäre, Dichtheit und Spannungsaufbau achten. Aber genau das macht den Reiz des mittlerweile neunten Studioalbum aus. Das beginnt schon beim cineastischen Intro «Arcades Of Time», geht über die Up Tempo Nummer «Under A Twilight Star», dem fast schon Shanty-mässigen «Dem Sturme Voraus» bis hin zum symphonisch-folk untermalten «Shadows Of Doom».
Wolfchant liefern somit ihr
bis dato stimmigstes Album ab und sicher eines der stärksten ihrer Diskografie.
Die Produktion, das Artwork und die Songs, hier stimmt verdammt vieles und ich
hoffe dass Wolfchant dafür auch die Anerkennung bekommen, die sie eigentlich
schon länger verdienen.


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