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Exodus - Goliath



Release Info: 2026 - Napalm - Full Length
Band Info: USA - 1980 - Thrash Metal
Bewertung: 8     


Songs:

1. 3111
2. Hostis Humani Generis
3. The Changing Me
4. Promise You This
5. Goliath
6. Beyond The Event Horizon
7. 2 Minutes Hate
8. Violence Works
9. Summon If The God Unknown
10. The Dirtiest Of The Dozen

Der Einstieg in das zwölfte Studio-Albums der amerikanischen Thrash-Helden Exodus beginnt mit einem Intro, das auch gut von Anthrax stammen könnte. Sobald aber die Stimme des zurückgekehrten Rob Dukes (er ersetzte leider erneut Steve "Zetro" Souza) einsetzt, ist klar, dass die Jungs mit dessen angepissten Art auf einem gefährlichen und glühenden Weg unterwegs sind.

Die Combo um Gitarrist Gary Holt, der nach seiner Zeit bei Slayer wieder in den Schoss seiner Truppe zurückgekehrt ist, gehen mit «Goliath» dahin zurück, wo die Truppe damals mit «Bonded By Blood» (1985) und «Fabulous Disaster» (1989) zum heissesten Shit in der Szene wurden. Dabei spielen sich Gary und Lee Altus heute die Riffs und Solos mit schwindelerregender Geschwindigkeit («The Changing Me») und präzise wie ein Laserstrahl zu. Im Hintergrund trommelt Tom Hunting mit seinen sechzig Jahren noch immer alles zu Kleinholz. Während die Späne fliegen, poltert der Bass von Jack Gibson knurrend aus den Boxen.

Im Vergleich zu seinem Vorgänger «Persona Non Grata» (2021) wirkt «Goliath» bedeutend mehr auf den Punkt gespielt. Dies liegt auch an Songs wie «Promise You This», bei dem mehr Retro-Thrash nicht möglich ist. Dabei verlieren die Jungs interessanterweise nie den Bezug zur Melodie, was sie schon bei «Pleasure Of The Flesh» (1987) und dem bereits erwähnten «Fabulous Disaster» perfekt umsetzen. Wahrscheinlich ist «Goliath» das bis anhin abwechslungsreichste Album. Klar verlassen die Jungs nie ihre eigene DNA, aber in dieser Ausprägung haben sich Exodus auf ihre eigene Art nicht verleugnet und trotzdem neu erfunden.

Wie mit dem schleppenden Titelsong oder «Beyond The Event Horizons», das vom galoppierenden Drumming lebt. Auch das lockere, fast schon rockige «2 Minutes Hate», das fast fünf Minuten dauert, beinhaltet diese Lockerheit, die man von früher kennt. Grossartig ist das Schlussfeuerwerk mit «Summon Of The God Unknown» (erinnert an Testament) und «The Dirtiest Of The Dozen» (was für ein grandioses Gitarren-Feuerwerk!). Exodus Fans werden blind zugreifen und allen jüngeren Thrash-Maniacs sei an der Stelle gesagt: "Hier bekommt ihr eine der Begründer-Bands dieses Sounds, fast besser denn je!". Dies aber mit dem Wissen, dass «Bonded By Blood» unantastbar ist. 

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