1. Luminous Eyes
2. As Fire Burns
3. No Master
4. Fallen Star
Ähnlich wie Bands wie Cauldron oder Night Demon bietet Haunts Interpretation von klassischem Metal eine bodenständige Balance zwischen Melodie und Härte, die vermutlich unter anderem von Saxon und Angel Witch inspiriert ist. Church hat seinen Gesangsstil zu einem rauen, spöttischen Ton verändert, und auch sein Instrumentalspiel ist durchweg kompetent: Das Schlagzeug ist solide, der Bass gut hörbar, und zahlreiche Gitarrenharmonien sorgen für zusätzliche Authentizität. Die Produktion hat zudem einen angenehmen Lo-Fi-Charme, der die Atmosphäre der frühen 80er Jahre unterstreicht, ohne die Performance oder das Songwriting zu beeinträchtigen.
Das Songwriting ist gelungen, denn alle vier Songs überzeugen mit mitreißenden Tempi und eingängigen Melodien. „As Fire Burns“ ist vielleicht der herausragendste Track der EP, mit einem besonders einprägsamen Refrain sowie einer Fülle an Gitarrenmelodien und -läufen, die perfekt auf jedes Iron-Maiden-Album der Di'Anno-Ära passen würden. Auch der Titeltrack und der abschließende Song „Fallen Star“ sind ziemlich eingängig. Manchmal wünsche ich mir etwas mehr Wucht, vor allem beim Schlagzeug und Gesang, aber die hohe Eingängigkeit des Materials lässt das leicht verschmerzen.
Ironflame ist zwar immer noch meine erste Wahl, wenn es um Old-School-Metal-Ein-Mann-Projekte geht, aber Haunts Debüt-EP ist ein respektabler erster Schritt. Man kennt zwar alles schon, aber Fans des Genres werden hier viele Ohrwürmer finden, und ich persönlich ziehe sie vielleicht sogar Churchs Doom-Projekten vor. Gerüchten zufolge ist ein Album in voller Länge in Planung, und ich vermute, es wird noch besser sein. (METAL ARCHIVES)


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