Band Info: USA - 2017 - Heavy Metal Bewertung: 8,5
Songs:
1. Triumph
2. Fallen Star
3. Luminous Eyes
4. Callouses
5. In Show Of Flame
6. Mosaic Vision
7. No Master
8. As Fire Burns
Es gibt einen Grund, warum niemand über dieses Haunt-Album spricht: Die meisten, die es hören wollen, haben es wahrscheinlich schon in zwei Teilen gehört. Ich glaube, mit „Triumph“ will Trevor Church ankündigen, dass er künftig keine kleinen EPs mehr veröffentlichen, sondern wie bisher zweimal jährlich ein komplettes Album herausbringen wird. Für alle, die es noch nicht wissen: Es handelt sich im Grunde um Neuaufnahmen, Remixe und eine neue Reihenfolge aller Tracks von „ Luminous Eyes“ und „Mosaic Vision“ . Trotzdem funktioniert es in gewisser Weise wie ein komplett neues Album, gerade weil es so anders ist. Zum Beispiel werden einige meiner Kritikpunkte an „Mosaic“ ausgeräumt , denn es hat deutlich mehr Struktur. Das liegt vor allem daran, dass überall Synthesizer eingesetzt werden, was seit Anfang 2020 zum Markenzeichen der Band geworden ist. Interessanterweise klingt es trotzdem noch roher als alles, was sie bisher aufgenommen haben. Das Endergebnis ist eine etwas verwaschene Version traditioneller Metal-Riffs, bei der zwar alles spürbar, aber nicht mehr so präzise zu hören ist. Das heißt, der Bass wirkt durch die mittelmäßige Schichtung noch präsenter, und die Gitarren stechen nicht mehr so stark hervor. Doch was bei „Triumph“ zählt , ist die Konstanz. Der Titeltrack gefällt mir diesmal deutlich besser als beim ersten Mal und wirkt viel weniger trocken. Zugegeben, das bedeutet auch, dass einige Songs der ersten EP etwas an Charme eingebüßt haben, um das Album stimmiger zu gestalten. „Luminous Eyes“ hat definitiv etwas von seinem Charme verloren, da es vorher einen direkteren Metal-Ansatz hatte. Langfristig gesehen hat es sich für diese Zwecke aber wohl gelohnt. Im Grunde würde ich die Veröffentlichung als nett, aber nicht unbedingt notwendig bezeichnen. Es ist ja kein Geheimnis mehr, dass ich ein großer Haunt-Fan bin, also werde ich natürlich alles besprechen. Für den Gelegenheits-Hörer ist es vielleicht ein- oder zweimal reinhören wert, aber nicht unbedingt nötig. Im Grunde betrachtet man etwas, das vorher größtenteils solide war, durch eine völlig neue Linse. (METAL ARCHIVES)
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