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Cannibal Corpse - Bloodthirst



Release Info: 1999 - Metal Blade - Full Length    
Band Info: USA - 1988 - Death Metal
Bewertung: 8


Songs:

1. Pounded Into Dust
2. Dead Human Collection
3. Unleashing The Bloodthirsty
4. The Spine Splitter
5. Ecstasy In Decay
6. Raped By The Beast
7. Coffinfeeder
8. Hacksaw Decapitation
9. Blowtorch Slaughter
10. Sickening Metamorphosis
11. Condemned To Agony

Dieses Album von Cannibal Corpse ist bemerkenswert, weil es das einzige ist, bei dem das zensierte Cover tatsächlich besser ist als das Original. Mal ehrlich, was würdet ihr bevorzugen: noch mehr Standard-Locke-Gore oder die viel eindringlichere und seltsam verstörende Darstellung der symbolträchtigen Kreatur des Albums auf der zensierten Version? Für mich gibt es da keine Frage.

Darüber hinaus ist dies vielleicht das archetypischste Corpsegrinder-Album überhaupt. Es fasst die spätere Phase der Karriere von Cannibal Corpse ziemlich treffend zusammen: technisch anspruchsvoller, wuchtiger Death Metal, der seine Oldschool-Thrash-Einflüsse nicht völlig verleugnet und dank seiner Strophe-Refrain-Struktur in vielerlei Hinsicht rockiger ist als die meisten Death-Metal-Bands. Corpsegrinder selbst scheint in vielerlei Hinsicht das Hauptinstrument zu sein; seine Gesangsrhythmen kollidieren brutal mit Gitarren und Schlagzeug, als würde er ein völlig anderes Lied singen als den Instrumentaltrack, über dem er liegt. Das ist zwar keine ungewöhnliche Konvention bei Cannibal Corpse, aber hier tritt sie besonders deutlich hervor. Das ist im Grunde das Einzige, was dieses Album von den anderen aus derselben Zeit unterscheidet, abgesehen davon, dass man beim Gedanken an Cannibal Corpse aus der „Corpsegrinder“-Ära genau diese Musik im Kopf hat.

An dem Album selbst ist nichts auszusetzen; die Produktion ist gut, die Songs sind eingängig und leicht verständlich, es ist kein zähes Stück wie „Vile“. Gleichzeitig ist „Pounded Into Dust“ so ziemlich der einzige Song, an den ich mich nach dem Ausschalten der CD noch erinnern kann – ein typischer, wuchtiger Cannibal-Corpse-Opener, der sich mit den meisten anderen messen kann. Es ist wirklich so konventionell, wie Cannibal Corpse nur sein können; kein wirkliches Problem, aber es reicht natürlich nicht an das Nachfolgealbum „Gore Obsessed“ heran, das womöglich die am meisten unterschätzte Veröffentlichung der Band ist. Viele eingefleischte Cannibal Corpse-Fans halten dieses Album für fantastisch und unterschätzt, aber ich sehe das anders: Es ist so durchschnittlich, wie man es von der Band kennt, und bietet auch nach mehrmaligem Hören nicht wirklich viel Neues.

Wer den traditionellen Stil von Cannibal Corpse mag, sollte es sich aber trotzdem zulegen. Die Songs sind solide, wenn auch nicht besonders einprägsam, und es gibt tausend bekanntere Alben, die deutlich weniger wert sind als der Preis für dieses Album. (METAL ARCHIVES)

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