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Cerebral Bore - Maniacal Miscreation



Release Info: 2010 - GrindScene - Full Length
Band Info: Schottland - 2006 - Death Metal
Bewertung: 7,5         


Songs:

1. Epileptic Strobe Entrapment
2. The Bald Cadaver
3. Open Casket Priapism
4. Entombed In Butchered Bodies
5. Mangled Post Burial
6. Flesh Reflects The Madness
7. Maniacal Miscreation
8. 24 Year Party Dungeon

Cerebral Bore ist eine interessante und relativ neue Death-Metal-Band. Sie verdient viel Lob, aber nicht etwa wegen ihrer hübschen Sängerin, sondern weil sie mit ihrem einzigartigen und unterhaltsamen Sound einen brutalen Death-Metal-Sound präsentieren. Cerebral Bores Brutal Death Metal ist eine kraftvolle Mischung aus Slam Death Metal und Technical Deathcore. Ihre Texte parodieren die übertriebene Gewalt neuerer Extreme-Metal-Bands, und ihre Songs machen einfach Spaß. Das Genre der humorvollen Metal-Parodie ist zwar nicht neu – man denke nur an Dethkloks groovigen Melodic Death Metal oder Party Cannons brachialen Slam Metal. Cerebral Bore schafft es jedoch, die Balance zu halten: Die Texte können sowohl ernst genommen werden und sind durchaus gelungen, als auch witzig für alle, die den Witz verstehen. Es ist wohl eine der schwierigsten Leistungen der Musikgeschichte, und genau das macht die Band aus. Wäre es schiefgegangen, hätte es sie womöglich auseinanderbringen können.

Musikalisch gesehen ist Cerebral Bore nach wie vor eine starke Gruppe. Der Musik fehlt die für diesen Stil typische Härte und Brutalität; stattdessen klingt sie leichter und zugänglicher. Das heißt nicht, dass sie nicht heavy ist – im Gegenteil –, aber sie ist etwas eingängiger und angenehmer zu hören. Die Songstrukturen sind chaotisch; man weiß beim ersten Hören nie, was einen erwartet. Das Album scheint fast durchgehend von der Leadgitarre geprägt zu sein, was die eher zum Moshen animierenden Hauptgitarrenriffs gut kaschiert. Es gibt viele Instrumentalpassagen auf dem Album, aber kein einziges richtiges Solo. Die Leadgitarre verleiht der Band also vor allem musikalische Glaubwürdigkeit. Die Rhythmusgitarre spielt zwar nicht viele monotone Riffs, aber die Riffs sind eindeutig für Live-Auftritte und zum Anheizen des Moshpits geschrieben.

Im Rhythmusbereich sorgt ein Schlagzeuger für ordentlich Druck und feuert Blastbeats und Double-Pedal-Einsätze in einem unerbittlichen Trommelfeuer ab. Er lässt nur dann nach, wenn der Rest der Band aufhört. Der Bassist ist zwar recht gut hörbar, liefert aber hauptsächlich den nötigen Bass, um die Tendenz der Leadgitarre, die tiefen Saiten zu nutzen, auszugleichen. Zu guter Letzt: Soms Gesang. Sie wird zwar hochgelobt, aber das Lob gilt nicht wirklich ihrer Stimme, sondern eher den lüsternen Blicken der Männer. Sie ist keineswegs eine schlechte Sängerin, aber auch nichts Besonderes. Auffällig ist vor allem ihre Vorliebe für höhere Lagen, wobei sie Schreie vermeidet und stattdessen lieber quiekt – tatsächlich besteht der Großteil des Albums aus quiekenden Geräuschen. Die Beschränkung auf diesen einen Stil und die mangelnde Nutzung einer brutaleren, tieferen Stimmlage sind die größte Schwäche ihrer Performance und, wenn man ihre YouTube-Cover betrachtet, etwas, das sie leicht hätte beheben können.Jedenfalls ist es ein unterhaltsames Album mit einer gelungenen Mischung aus Melodie, technischer Finesse und Brutalität. Ein rundum gelungenes Album, das jedem Death-Metal-Fan gefallen dürfte. (METAL ARCHIVES)



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