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Condemned - Desecrata The Vile



Release Info: 2007 - Lacerated Enemy - Full Length
Band Info: USA - 2004 - Death Metal
Bewertung: 7,5         


Songs:

1. Fixation On Suffering
2. Subject To Infliction
3. Descendig Into Extinction
4. Impulsive Dismemberment
5. Servants Of Derangement
6. Habitual Depravity
7. Chapter Of Defilment
8. Mutilating The Inferior
9. Internally Devoured
10. Amputated Repugnance

Condemned ist eine Brutal-Death-Metal-/Slam-Metal-Band aus San Diego, die zur Disgorge- und Pathology-Familie gehört. Sie sind eine großartige Band und ähneln den zuvor genannten Bands, obwohl ich finde, dass sie nicht ganz so gut sind und nicht so hart zuschlagen, wie sie könnten. Sie haben enormes Potenzial, das meiner Meinung nach zumindest auf diesem Album nicht voll ausgeschöpft wurde. Ich habe „Realms of the Ungodly“ noch nicht gehört.

Für ein Brutal-Death-Metal-Album aus dieser Zeit ist die Produktion wirklich gelungen. Der Sound ist schön klar und sauber, im Gegensatz zu den meisten anderen BDM-Alben. Gesang, Schlagzeug und Gitarre sind alle gleich gut zu hören. Dieser Aspekt wertet das Album definitiv auf. Außerdem ist das Cover-Artwork einfach nur genial. Mir gefällt besonders, dass nichts besonders Gewalttätiges oder Blutiges abgebildet ist, aber es trotzdem so aussagekräftig ist, dass man sofort erkennt, dass es sich um ein verdammt brutales Album handelt. Wunderschön, cool und teuflisch.

Nun zur Band selbst. Angel Ochoas Gesang ist brutal und klingt sehr kehlig, aber überraschenderweise etwas hoch für gutturale Laute, und er wirkt manchmal etwas monoton. Er ist ein sehr solider Sänger, nutzt aber zu wenig Muster. Der Gitarrensound ist sehr heavy und dröhnend und klingt zwar krass, aber ich würde mir einen etwas besseren Sound wünschen, da der Rest des Albums sehr clean klingt. Es gibt viele coole Pinch Harmonics, wuchtige Riffs und einige Tremolo-Parts, die zwar nicht umwerfend, aber dennoch sehr gut sind. Eine sauberere Gitarrenproduktion würde sie besser zur Geltung bringen und das Ganze noch beeindruckender klingen lassen. Der Bass ist kaum hörbar und meines Wissens nur ein paar Sekunden am Anfang von „Chapter of Defilement“ zu hören. Das Schlagzeug klingt typisch und etwas generisch, ist aber gut gespielt. Hauptsächlich besteht es aus vielen schnellen Blastbeats und extrem schnellem Doublebass. Nicht überragend, aber immerhin gut gemacht. Die Snare kann allerdings mitunter ziemlich nervig sein.

Mein größtes Problem ist die Kürze der Songs. Die Band hätte durch Experimentieren, neue Elemente und längere Stücke viel mehr herausholen können. Der einzige Song mit einer akzeptablen Länge ist „Chapter of Defilement“, wahrscheinlich dank der vielen Gastsänger, die allesamt phänomenal klingen. Der längste Song ist der letzte Track, „Amputated Repugnance“, aber der ist nach etwa zwei Minuten schon vorbei, der Rest besteht nur noch aus Samples und Monstergeräuschen und brutalem Zeug. Echt enttäuschend. Bei einem elfeinhalbminütigen Song erwartet man angesichts der Kürze der anderen Songs einen richtig abgefahrenen Abschlusstrack, aber er ist genauso wie die anderen. Also kein schlechtes Album, aber es könnte definitiv besser sein, wenn die Musiker etwas weniger faul gewesen wären und sich mehr Mühe gegeben hätten. Trotzdem sehr heavy, brutal und unterhaltsam. (METAL ARCHIVES)



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