Release Info: 2011 - GrindScene - Full Length
Band Info: England - 2007 - Death Metal
Bewertung: 7,5
Bewertung: 7,5
1. Gash In The Attic
2. Cyclopath
3. (O)Beast
4. Chicken Poodle Soup
5. Semi-Skinned Milf
6. Killed To Bits
7. Quadraspaz
8. Centipaedopholie
9. Columbine Havester
Wow! „Extremophile“ ist wunderschön gestaltet! Zumindest, wenn man auf richtig alte Pathologie-Lehrbücher und morbide Zeichnungen steht. Der erste Eindruck zählt, auch wenn die Musik für sich spricht. Aufgrund des Covers und des Bandnamens hatte ich Grindcore erwartet. Doch die Liverpooler Neuroma spielen brutalen und technisch versierten Death Metal. Das ist eher mein Ding. Und was für eine mitreißende Energie! Die Band ist brutal und präzise, aber gleichzeitig auch unglaublich groovig. Neuromas Death Metal ist im US-Stil gehalten, aber Einflüsse von Carcass und Cancer sind deutlich spürbar, wenn auch nicht übertrieben. Manche Riffs wirken witzig, andere brutal. Neuroma sind zwar keine technisch versierten Musiker, aber verdammt gut, egal wie man es betrachtet. Die Kompositionen selbst sind allerdings nicht besonders eingängig, zumindest nicht beim ersten Hören. Die Kompositionen sind voller Wendungen, doch die Band verliert sich nie auf dem falschen Weg, zumindest nicht lange. Das Tempo ist überwiegend schnell, aber ab und zu wird es auch mal richtig krachend.
Die Gitarren sind fast durchgehend präsent! Es gibt viele Leadgitarren-Soli, immer wieder auch kleine Gitarren-Schnipsel. Der Rhythmusgitarren-Sound ist etwas zahm; er hat einfach nicht den Biss, obwohl er fehlerfrei gespielt ist. Mit Kopfhörern lassen sich die vielen kleinen Details sicher besser heraushören. Auch das fantastische Schlagzeug ist allgegenwärtig und hat ordentlich Wumms, sowohl vom Spiel als auch vom Klang her. Der Bass ist im Mix etwas untergegangen, obwohl er vorhanden ist. Der Gesang besteht hauptsächlich aus tiefem, aggressivem Knurren. Carcass-artiges Stöhnen bringt eine willkommene Abwechslung, neben anderen Dingen, die man auf Death-Metal-Platten hört.
Aber die Eingängigkeit liegt nicht allein im Riff, oder? Nein, ganz und gar nicht. Die Texte gehören zu den interessantesten Aspekten des Albums. Die Songtitel sind humorvoll, aber die lyrische Welt von Neuroma ist eine wahre Fundgrube! Sie ist gefüllt mit wahren und erfundenen, abartigen Geschichten. Frauenfeindliche Mörder, Pädophile, ein Typ, der Radfahrer mit seinem Auto jagt, um sie zu rammen, Amokläufe an Schulen, fragwürdige Lebensmittel... Aber ich versichere euch, diese Jungs verstehen es, abartige und zugleich lustige Geschichten mit Stil zu erzählen. Wenn im Text „Hundegeräusche“ steht, bellt der Sänger. Das ist der Humor, den ihr hier findet. Hier eine Strophe aus „Semi-Skinned Milf“: „Nun, Tante Margerie, eines wollte ich schon immer mal sehen. Es mag ein ziemlicher Schock sein. Deine gehäutete Leiche auf meinem Schwanz.“ Ja, es gibt jede Menge sexuelle Gewalt und Blut, aber auch einige Andeutungen einer bestimmten Haltung. Es gibt Beispiele dafür, aber eher selten und wenn, dann kurz, aber wirkungsvoll. Mit „Extremophile“ zeigen Neuroma, wie man vernichtend schlägt. Zumindest musikalisch. Es gibt auch andere Qualitäten, die die Band aus der Masse der Death-Metal-Bands herausheben, aber ich sehne mich nach etwas eingängigerer, oder besser gesagt, nach etwas mitreißenderer Musik. Die Hoffnung stirbt zuletzt. (METAL ARCHIVES)
Die Gitarren sind fast durchgehend präsent! Es gibt viele Leadgitarren-Soli, immer wieder auch kleine Gitarren-Schnipsel. Der Rhythmusgitarren-Sound ist etwas zahm; er hat einfach nicht den Biss, obwohl er fehlerfrei gespielt ist. Mit Kopfhörern lassen sich die vielen kleinen Details sicher besser heraushören. Auch das fantastische Schlagzeug ist allgegenwärtig und hat ordentlich Wumms, sowohl vom Spiel als auch vom Klang her. Der Bass ist im Mix etwas untergegangen, obwohl er vorhanden ist. Der Gesang besteht hauptsächlich aus tiefem, aggressivem Knurren. Carcass-artiges Stöhnen bringt eine willkommene Abwechslung, neben anderen Dingen, die man auf Death-Metal-Platten hört.
Aber die Eingängigkeit liegt nicht allein im Riff, oder? Nein, ganz und gar nicht. Die Texte gehören zu den interessantesten Aspekten des Albums. Die Songtitel sind humorvoll, aber die lyrische Welt von Neuroma ist eine wahre Fundgrube! Sie ist gefüllt mit wahren und erfundenen, abartigen Geschichten. Frauenfeindliche Mörder, Pädophile, ein Typ, der Radfahrer mit seinem Auto jagt, um sie zu rammen, Amokläufe an Schulen, fragwürdige Lebensmittel... Aber ich versichere euch, diese Jungs verstehen es, abartige und zugleich lustige Geschichten mit Stil zu erzählen. Wenn im Text „Hundegeräusche“ steht, bellt der Sänger. Das ist der Humor, den ihr hier findet. Hier eine Strophe aus „Semi-Skinned Milf“: „Nun, Tante Margerie, eines wollte ich schon immer mal sehen. Es mag ein ziemlicher Schock sein. Deine gehäutete Leiche auf meinem Schwanz.“ Ja, es gibt jede Menge sexuelle Gewalt und Blut, aber auch einige Andeutungen einer bestimmten Haltung. Es gibt Beispiele dafür, aber eher selten und wenn, dann kurz, aber wirkungsvoll. Mit „Extremophile“ zeigen Neuroma, wie man vernichtend schlägt. Zumindest musikalisch. Es gibt auch andere Qualitäten, die die Band aus der Masse der Death-Metal-Bands herausheben, aber ich sehne mich nach etwas eingängigerer, oder besser gesagt, nach etwas mitreißenderer Musik. Die Hoffnung stirbt zuletzt. (METAL ARCHIVES)


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