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Pell, Axel Rudi - Ghost Town



Release Info: 2026 - Steamhammer - Full Length
Band Info: Deutschland - 1989 - Melodic Metal
Bewertung: 8      


Songs:

1. The Regicide
2. Guillotine Walk
3. Breaking Seals
4. Ghost Town
5. Holy Water
6. The Enemy Within
7. Hurricane
8. Sanity
9. Towards The Shore
10. Steps Of Stone
11. Higher Call

Erwartet jemand vom Bochumer AXEL RUDI PELL grosse Änderungen in seinem Sound? Wahrscheinlich nicht, und trotzdem hat der neuste Streich doch seine unerwarteten Momente zu bieten. Mit dem 21. Studio-Album, zählt man die beiden «Diamonds Unlocked» sowie die sechs Balladen Sampler nicht dazu, ist Pell, einfach Axel Rudi geblieben. Letztlich also keine Überraschung.

Der flotte Einstieg («Guillotine Walk»), aber nicht der traditionell schnelle (der kommt später und heisst «Hurricane»), erzählt die Geschichte eines zum Tode Verurteilten, der sich das eigene, verpfuschte Leben bei seinem letzten Weg vor dem geistigen Auge nochmals Revue passieren lässt. Das stampfende, Accept artige «Breaking Seals» beinhaltet einen Gastauftritt von Udo Dirkschneider (U.D.O., Dirkschneider, ehemals Accept). Etwas, das in der Vergangenheit von Pell kaum Beachtung fand, sieht man mal vom Duett von Johnny Gioeli und Bonnie Tyler auf «The Ballads V» («Love's Holding On») ab.

Das bereits im Vorfeld ausgeklinkte «Ghost Town» überzeugt mit seiner flotten Art und der nach wie vor grandiosen Stimme von Johnny. Fehlen darf das sich aufbauende Element nicht, welches hier auf den Namen «The Enemy Within» getauft wurde und dank dem fulminanten Start zwischen Bass (Volker Krawczak) und den Keyboards (Ferdy Doernberg) einen schaurigen Anstrich erhält, der das Cover musikalisch bestens umsetzt.

Ebenso wenig fehlt die typische Pell-Ballade, die «Towards The Shore» getauft wurde. Grandios, wie sich hier das Klavierspiel von Ferdy wie die Stimme von Johnny optimal ergänzen und einen emotionalen Höhepunkt hinzaubern. «Ghost Town» kommt ohne Cover-Version und richtigen Long-Tracks aus. Im ersten Augenblick fehlen mir dabei die Magie einer Nummer wie «Ankhaia», oder das Hit-Potenzial von «Down On The Streets».

Ist der neuste Streich deswegen schlechter als seine Vorgänger geworden? Nein, definitiv nicht, da Axel mit einigen eigenen Trademarks bricht und das Album so spannender auf- und mehr Überraschungen einbaut. Es bleiben aber das typische Pell-Gitarren-Spiel und der Rhythmus von Bobby Rondinelli, was zum Beispiel das leicht schleppende «Higher Call» als vorzüglichen Schlusspunkt dieser Scheibe präsentiert. Somit wird «Ghost Town» keinen ARP-Fan enttäuschen. (METAL FACTORY 8,5 / 10)



Axel Rudi Pell - Photo

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