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Draconian - In Somnolent Ruin



Release Info: 2026 - Napalm - Full Length
Band Info: Schweden - 1994 - Gothic Metal
Bewertung: 9        


Songs:

1. I Welcome Thy Arrow
2. The Monochrome Blade
3. Anima
4. The Face Of God
5. I Gave You Wings
6. Asteria Beneath The Tranquil Sea
7. Cold Heavens
8. Misanthrope River
9. Lethe

Seit dem letzten Album « Under A Godless Veil» sind nicht nur sechs Jahre vergangen, sondern auch in Sachen Besetzung ist einiges gegangen. Niklas Nord an der Gitarre und Daniel Johansson an den Drums sind neu dazugestossen und mit Sängerin Lisa Johansson ist auch eine Rückkehrerin zu vermelden. Das achte Album zeigt trotzdem eine gefestigte Band, welche genau weiss, wie sie zu klingen hat. Wer glaubte, die neuerlichen Besetzungswechsel am würde das Fundament von Draconian ins Wanken bringen, wird von In Somnolent Ruin eines Besseren belehrt. 

Während ich dieses Review schreibe, scheint draussen die Sonne und ein sattes Grün sorgt für Sommerstimmung. Das Album eine konsequente Perfektionierung ihres ureigenen Markenzeichens: der ultimativen Vertonung von herbstlicher Tristesse, Melancholie und trotzdem hoffnungsvollen Melodien. Die Riffs walzen zäh und tonnenschwer durch die Songs, besitzen aber jederzeit diese bittersüsse Note, die Draconian seit jeher von stumpfem Death Doom abhebt. 

Das Herzstück bleibt das bewährte Wechselspiel aus Licht und Schatten. Die harschen Growls brechen ein wie ein plötzlicher Kälteeinbruch, während der zuweilen liebliche Klargesang von Lisa den Hörer auf eine Reise durch Licht und Dunkelheit mitnimmt. Die Chemie stimmt hier einfach: Die Stimmen duellieren sich nicht, sie verschmelzen. 

«In Somnolent Ruin» verlangt aber auch Geduld, denn die Songs sind lang, und verzichten auf  Tempowechsel und entfalten sich erst nach und nach. Draconian vertrauen ganz auf ihre bisherigen Stärken und präsentieren dem Käufer ein wundervolles Gesamtkunstwerk. Prädikat Wertvoll!



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