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Mortal Sin - Mayhemic Destruction



Release Info: 1987 - Vertigo - Full Length
Band Info: Australien - 1985 - Thrash Metal
Bewertung: 8,5


Songs:

1. The Curse
2. Women In Leather
3. Lebanon
4. Liar
5. Blood, Death, Hatred
6. Mortal Slaughter
7. Into The Fire
8. Mayhemic Destruction

1987 war der Name Metallica außerhalb einer eingefleischten Fangemeinde in Australien praktisch unbekannt. Kaum jemand hätte sich damals vorstellen können, dass eine Band aus Sydney ein Album mit urwüchsigem Thrash Metal aufnehmen würde, das ihnen weltweite Aufmerksamkeit verschaffen sollte. Mortal Sin hatten erst sechs Live-Auftritte absolviert, als sie im Juli 1986 mit den Aufnahmen zu diesem Album begannen. Das sechs Monate später veröffentlichte Album „Mayhemic Destruction“ fängt die Essenz der aufkeimenden australischen Thrash-Metal-Szene mit seiner minimalistischen Produktion und der Unmittelbarkeit seiner Darbietung perfekt ein. Als erste große Metal-Veröffentlichung Australiens ist dieses Album heute genauso wichtig wie damals.

Auch wenn die Texte mitunter etwas holprig sind und der Gitarrensound etwas dünn klingt, lässt sich nicht leugnen, dass „Mayhemic Destruction“ trotz allem als kleiner Thrash-Klassiker gilt. Inspiriert von der Bay-Area- und der deutschen Thrash-Schule, schufen Mortal Sin etwas, das zwar nicht besonders originell war, aber problemlos mit allem mithalten konnte, was anderswo produziert wurde. Das epische, von Metallica inspirierte „Lebanon“ überragt die übrigen Stücke, nur der Titeltrack im Kreator-Stil kommt ihm wirklich nahe. Doch kaum ein Song ist wirklich schlecht. Die Texte sind größtenteils belanglos und oft gezwungen („Stay down there with all your mates and lie yourself to death“, heißt es in einer Zeile von „Liar“), und Matt Maurers nasaler Gesang wirkt etwas eintönig. Trotzdem sind alle Songs so mitreißend und einprägsam, dass sie mir selbst nach 15 Jahren, in denen ich sie kaum gehört hatte, beim Lesen der Songtexte wieder einfielen. Hätte Mortal Sin einigen dieser Stücke vor den Aufnahmen etwas mehr Zeit zum Reifen gegeben, wären sie vielleicht noch besser geworden. Am interessantesten ist jedoch, dass „Mayhemic Destruction“ ursprünglich nur als Demo gedacht war. Vor diesem Hintergrund ist es geradezu erstaunlich, wie kraftvoll und mitreißend diese Songs mit einer ordentlichen Produktion geklungen hätten. (METAL ARCHIVES)



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