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Syphilic - Behind Bars



Release Info: 2010 - Gorefiend-  Full Length
Band Info: USA - 2005 - Death Metal
Bewertung: 7     


Songs:

1. Wombhead
2. Robalni
3. Rochester Dechester
4. Miscarriage Mouthful
5. Miss Congenitalia
6. K9 Creampie
7. Cannibalisdick
8. Vegetable At Best
9. Leper Messiah

Syphilic plant wohl keine baldige Veränderung – jede neue Veröffentlichung des Projekts dient lediglich der weiteren Verfeinerung des technisch-brutalen Death-Metal-Stils, den Mastermind Brian Forgue so einzigartig gemacht hat. „Behind Bars“ ist das dritte Album des Projekts und konkurriert mit „Symphony of Slit Throats“ um den Titel des bisher besten. Die kompakte, prägnante EP, die diesem Album vorausging, hat zweifellos eine unmittelbare, mitreißende Wirkung, die man kaum leugnen kann. Doch „Behind Bars“ ist ein weiterer Schritt nach vorn für das Projekt. Forgue poliert seinen Sound mit jedem Album weiter und nähert sich seinem theoretischen Ideal immer mehr an.

Syphilics Musik ist in der Regel sehr technisch, schnell, brutal und komplex, daher überrascht es, dass Forgue den Songs auf „Behind Bars“ deutlich mehr Raum gegeben hat. Die Musik auf diesem Album bietet deutlich mehr offene, weniger explosive Passagen, zusammengehalten von langsameren Tempi, geduldigeren Rhythmen und bombastischen, klagenden Melodien. Das verleiht dem Album eine Dynamik, die den vorherigen Veröffentlichungen fehlte. Das heißt aber nicht, dass Syphilics typische Aggressivität verloren gegangen ist – ganz im Gegenteil. „Behind Bars“ greift erneut stark auf das Repertoire von Insidious Decrepancy zurück (ist aber jetzt vielleicht sogar noch technischer als dieses Projekt) und ist vollgepackt mit den verschlungenen, schnellen Tremolo-Riffs, abrupten, technisch anspruchsvollen Bassläufen und, wie immer, dem markerschütternden Gesang von Forgue, der nun durch ein zusätzliches, traditionelleres Death-Growl neben den bekannten Gurgel- und Schnaubgeräuschen verstärkt wird. Es gibt jetzt einfach etwas mehr Abwechslung; „Behind Bars“ ist definitiv eine verfeinerte Version der vorherigen EP, und es scheint, als würden Syphilic mit dem Alter immer besser.

Wenn man auf „Erotishock Therapy“ zurückblickt, ist es ziemlich überraschend, wie weit Syphilic gekommen sind, vor allem, da die Unterschiede zwischen den einzelnen Veröffentlichungen außerhalb ihres Gesamtkontexts kaum wahrnehmbar erscheinen mögen. Betrachtet man jedoch die Diskografie als Ganzes, wird deutlich, dass Syphilics Musik einen langen Weg von ihren Anfängen als eine Art Hommage an Insidious Decrepancy zurückgelegt hat. „Behind Bars“ mag zwar nicht die unmittelbare Eingängigkeit und den atemberaubenden Effekt von „Symphony of Slit Throats“ besitzen, aber es besticht durch eine subtile Melodie, Komposition und erfrischende Variationen, die im Brutal Death Metal dieses Stils oft fehlen. Fans von Brutal Death Metal weltweit werden dieses Album natürlich unbedingt hören wollen, aber ich denke, dies ist das erste Syphilic-Album, das ich auch Fans traditionellerer Death-Metal-Stile empfehlen würde – es bietet genug Abwechslung, um ein breites Publikum anzusprechen. (METAL ARCHIVES)



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