Release Info: 2009 - Willowtip - Full Length
Band Info: Neuseeland - 2002 - Death Metal
Bewertung: 8
Bewertung: 8
1. Drown Within
2. We Are Nil
3. Withered And Obsolete
4. Caecus
5. Tyranny
6. The Earth At Its Knee
7. Soullessness Embraced
8. Everything Is Fire
Letzten Samstag erlebte ich Ulcerates vernichtenden Angriff hautnah, als sie Public Assembly in Brooklyn mit einem so mitreißenden und kraftvollen Live-Set auseinandernahmen, dass jegliche Einwände verstummten. Ich kann diese Band und die tektonischen Verschiebungen, die sie vollbringen, nicht diskutieren. Sie formen und transformieren Death Metal auf eine Weise, die zwar undurchsichtig, aber gleichzeitig unübersehbar ist. Entweder man lässt sich darauf ein oder nicht. Ich bin ja nicht blöd. Ich kenne die polarisierenden Reaktionen auf diese Band, aber ich habe sie auch live erlebt, Musik, die (eigentlich) live komplett auseinanderfallen müsste. Doch Ulcerate sind keine bloßen Studio-Virtuosen, keine instrumentalen Wunderkinder, die mangelnde Leidenschaft mit technischer Brillanz wettmachen. Ganz und gar nicht. Meister ihrer Instrumente, ja. Neue Formen, Gedanken und Strukturen erkunden, absolut. Aber sie scheuen sich nicht, Emotionen zu transportieren oder ihre Songs mit eingängigen Hooks zu versehen, die jeden Hörer fesseln, der bereit ist, über alle Konventionen hinauszugehen.
Ulcerate missachten nicht nur die Regeln extremer Musik, sie tun so, als gäbe es sie gar nicht. Und genau das sollte jede zukunftsorientierte Band tun: die grundlegenden Strukturen eines jeden Musikgenres auf den Kopf stellen. Ulcerate erreichen dies vor allem durch den Verzicht auf Riffs. Traditionelle Gitarrenriffs oder -parts sind auf diesem Album Mangelware. Brutalität wird hier in der Atmosphäre gemessen, und die musikalische Entwicklung führt nach Süden, weg von den kosmischen Klangspielen, die zum Klischee geworden sind, hin zu jenem dunklen, unheilvollen Punkt, an dem die Erdkruste einem geschmolzenen Kern weicht. Rhythmus, untermalt von atmosphärischer Spannung, treibt die Vorahnung in den Abgrund. Wie ein explosiver Vulkan bahnt sich Ulcerates Rhythmusgruppe ihren Weg durch das Chaos und zentriert das Album in einem gewaltigen Strudel tiefer, reißender Strömung, um den die Gitarren in Wirbeln abscheulicher Dunkelheit kreisen. Allein der Gesang gibt einem Halt: Er intoniert düstere Oden vom unausweichlichen Untergang der Menschheit, ist wie Treibholz, an dem man sich festklammert, um nicht unterzugehen. „
Everything Is Fire“ entspringt einer tiefen, verstörten Seele. Es besitzt jene pulsierende, strahlende Nachwelt, die mit jedem Hören intensiver im Bewusstsein aufleuchtet. Und das ganz ohne die üblichen Songwriting-Klischees: keine Refrains, keine eingängigen Riffs oder Soli. Es verlässt sich auf sich selbst, auf die Vollkommenheit seiner Vision. Nur wenige Bands erschaffen Werke von solch düsterer Intensität, und ich stelle mir eine Zukunft vor, in der Ulcerate allein durch ihre musikalische Kraft und Fantasie den Thron besteigen. (METAL ARCHIVES)
Ulcerate missachten nicht nur die Regeln extremer Musik, sie tun so, als gäbe es sie gar nicht. Und genau das sollte jede zukunftsorientierte Band tun: die grundlegenden Strukturen eines jeden Musikgenres auf den Kopf stellen. Ulcerate erreichen dies vor allem durch den Verzicht auf Riffs. Traditionelle Gitarrenriffs oder -parts sind auf diesem Album Mangelware. Brutalität wird hier in der Atmosphäre gemessen, und die musikalische Entwicklung führt nach Süden, weg von den kosmischen Klangspielen, die zum Klischee geworden sind, hin zu jenem dunklen, unheilvollen Punkt, an dem die Erdkruste einem geschmolzenen Kern weicht. Rhythmus, untermalt von atmosphärischer Spannung, treibt die Vorahnung in den Abgrund. Wie ein explosiver Vulkan bahnt sich Ulcerates Rhythmusgruppe ihren Weg durch das Chaos und zentriert das Album in einem gewaltigen Strudel tiefer, reißender Strömung, um den die Gitarren in Wirbeln abscheulicher Dunkelheit kreisen. Allein der Gesang gibt einem Halt: Er intoniert düstere Oden vom unausweichlichen Untergang der Menschheit, ist wie Treibholz, an dem man sich festklammert, um nicht unterzugehen. „
Everything Is Fire“ entspringt einer tiefen, verstörten Seele. Es besitzt jene pulsierende, strahlende Nachwelt, die mit jedem Hören intensiver im Bewusstsein aufleuchtet. Und das ganz ohne die üblichen Songwriting-Klischees: keine Refrains, keine eingängigen Riffs oder Soli. Es verlässt sich auf sich selbst, auf die Vollkommenheit seiner Vision. Nur wenige Bands erschaffen Werke von solch düsterer Intensität, und ich stelle mir eine Zukunft vor, in der Ulcerate allein durch ihre musikalische Kraft und Fantasie den Thron besteigen. (METAL ARCHIVES)


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