1. The Devil's Own
Die Spanier können auch schon auf eine lange Bandgeschichte zurückblicken. Seit 2008 ist die Band aktiv und mit «Sons Of The Abandoned» lancieren sie ihr viertes Album. Aushängeschild der Galicier ist sicher Frontfrau Diva Satanica, die auch schon bei Nervosa das Mikro geschwungen hat. In ihrer Hauptband, sind die Thrash Elemente von Nervosa kaum vorhanden, stattdessen wird melodischer Death Metal der schwedischen Schule zelebriert.
Nach ihren Ausflügen in andere musikalische Gefilde beweist Diva eindrucksvoll, warum sie zu den absolut besten Extrem-Vokalistinnen der Gegenwart gehört. Ihre Growls besitzen eine fast schon beängstigende Kraft und man erkennt wie immer sofort, wer da singt. Bloodhunter schaffen es ausserdem, die rasiermesserscharfe Härte des klassischen Death Metal mit den packenden, fast schon neoklassisch angehauchten Melodiebögen des schwedischen Melodeath (Göteborg-Schule) zu verbinden.
Das Tempo ist stellenweise absolut
unbarmherzig, angetrieben von einer Rhythmusfraktion, die wie ein Schweizer
Uhrwerk agiert. Doch anstatt in stumpfes Geballer abzuwandern, setzt das
Quintett gezielt auf Dynamik. Düstere, atmosphärische Passagen wechseln sich
mit epischen Solo-Duellen ab und so wirkt das Album äusserst abwechslungsreich.
Sucht man nach einem Haar in der Suppe wird man höchstens fündig, dass nicht
alle Songs das Niveau von Knallern wie «The Devils Own» oder «Ephemeral Youth»
halten können. Trotzdem ist auch der vierte Dreher der Spanier wirklich gut gelungen.
PS: Die Burning Witches Frontröhre Laura Guldemond hat bei «The Path Never Ends» einen gelungenen Gastauftritt und die Band beweist mit dem Annihilator Cover «Human Insecticide» einen exzellenten Geschmack.


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