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Lady Beast - Lady Beast



Release Info: 2012 - Cobra Cabana - Full Length
Band Info: USA - 2009 - Heavy Metal
Bewertung: 8


Songs:

1. Lady Beast
2. Metal Rules
3. The Lost Boys
4. Armor
5. Birthrite
6. When Desire Is Stronger Than Fear
7. Hot Pursuit
8. Go For The Bait

Kaum zu glauben, dass schon ein Jahrzehnt vergangen ist, seit Lady Beast aus Pittsburgh ihre Heavy-Metal-Reise antraten, die in diesem Jahr mit „The Inner Alchemist“ ihren Höhepunkt fand. Wenig überraschend ist meine Begeisterung für sie ungebrochen, daher lohnt es sich, ihr Debütalbum – ein kurzes, explosives Acht-Track-Album mit zwei meiner Lieblingssongs von Lady Beast – noch einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Bemerkenswert ist, dass nur wenige Stücke der ersten beiden Lady-Beast-Alben auf der 2019 erschienenen „The Early Collection“ zu finden sind. Es lohnt sich also definitiv, diesem Album und dem zweiten Album eine Chance zu geben. (Ihre gesamte Diskografie ist großartig, aber ich bin besonders von ihren frühen Werken angetan.)

Das sind keine Anzeichen einer Newcomer-Band, die noch ihren Sound und ihre Identität sucht. Lady Beast weiß bereits, worauf es ankommt: schnelle, melodische und mitreißende Hymnen zu erschaffen, getragen von Deborah Levines bezaubernd kraftvoller Stimme. Der gleichnamige Opener startet mit einem energiegeladenen Gitarrensolo – dem ersten von vielen. Beim erneuten Hören nach so langer Zeit muss ich unweigerlich an Vanik aus Cleveland denken, die ebenfalls für ihre raffiniert phrasierten Soli bekannt sind. Dieser erste Song präsentiert die talentierten Musiker und die beeindruckende Sängerin auf hervorragende Weise.

Ein weiterer mitreißender Song ist „Metal Rules“. Nach einem coolen Intro im Stil von The Cult treiben die treibenden Drums die Musik gekonnt in die gewohnte She-Beast-Gefilde. Riffs und Soli sind energiegeladen und machen Spaß, wobei letzteres ein Paradebeispiel dafür ist, wie genial die Pentatonik in atemberaubendem Tempo klingt. Mit der Zeit erkenne ich „The Lost Boys“ endlich als das, was es ist: ein für die frühen Jahre der Band eher unbekannter Song, der Geschwindigkeit und Finesse in einem Triolen-basierten Galopprhythmus vereint und einem das Gefühl gibt, auf einem mächtigen, gepanzerten Ross direkt in die Schlacht zu reiten.

Die nächsten beiden Perlen sind einfach der Hammer: „Armor“ und „Birthrite“ gehören zu den Gitarrenstücken, die man unbedingt lernen muss. Ersteres verwendet eine seltene Stimmung, bei der nur die tiefe E-Saite auf D heruntergestimmt wird. (Bisher bin ich nur wenigen solch genial klingenden Ausnahmen begegnet, und zwar von Boulder aus Ohio und War Dogs aus Spanien.) Das elegant schwingende Haupt-Riff und die atemberaubenden Soli haben mich schon unzählige Male die Wiederholungstaste gedrückt. Deborah erreicht hier den Höhepunkt ihres musikalischen Schaffens mit einer Reihe genialer Zeilen über Kobolde und Einhörner. Ich kann einfach nicht genug davon bekommen.

Das zweite Highlight, „Birthrite“, ist etwas komplexer und virtuoser, aber genauso präzise und fokussiert. Es beweist, dass Lady Beast in Sachen Gitarrenspiel nicht nur eine virtuose Lead-Maschine, sondern auch eine wahre Riff-Maschine ist. Neben „The Lost Boys“ ist „When Desire Is Stronger Than Fear“ ein weiterer Geheimtipp. Erst jetzt erkenne ich seine ganze Magie – besser spät als nie. Tatsächlich wirkt es wie aus dem etwas anspruchsvolleren Stil von Lady Beast II und passt trotzdem perfekt in die Playlist. Auch mit den rockigen Solo-Nummern „Hot Pursuit“ und dem abschließenden „Go For The Bait“ kann man nichts falsch machen. Zum Schluss sei noch erwähnt, dass die Infernö Records-Edition eine gelungene Coverversion des Judas-Priest-Klassikers „Ram It Down“ enthält. (METAL ARCHIVES)


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