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Savage Wizdom - No Time For Mercy



Release Info: 2007 - Full Length
Band Info: USA - 2005
- Heavy Metal
Bewertung: 7,5


Songs

1. No Time For Mercy
2. Justice For One
3. The Ride
4. Grocious
5. Cradle Of Destruction
6. Final Legacy
7. Behold
8. Not An Illusion
9. Nosferatu
10. Spellbound
11. March To War

Eine meiner Lieblingsbands aus meiner Highschool-Zeit ist dieses Quintett, das einfach nur geilen Metal spielt – ohne Schnickschnack. Das Album ist Power/Traditional Metal, und viele Songs unterscheiden sich stark im Tempo und Riffaufbau, was allerdings auch eine Schwäche ist. Die Trackreihenfolge ist so durcheinander, dass man nicht in jeden Song reinkommt, weil Stimmung, Tempo usw. komplett anders sind. Manche der langsameren Stücke sind zu langsam und ziehen sich in die Länge, oder sie werden im mittleren Tempo etwas zu schnell gespielt. Die besten Songs sind die Kracher, die Power/Thrash-Nummern, die eindeutig von Painkiller beeinflusst sind – und die werden dich, mich und die Nachbarstadt umhauen. Wenn sie in Form sind, sind sie eine Weltzerstörerin. Die Produktion ist gut, obwohl Gesang und Bass manchmal etwas deplatziert wirken, aber Gitarren und Schlagzeug sind sehr gut aufgenommen.

Nun zu den einzelnen Musikern: Steve Montoyas Stimme erreicht die hohen Töne von Halford, aber er singt die Songs viel erzählerischer im Stil von Bruce Dickinson, was wirklich cool ist, da es hervorragend zur Melodie der Strophen passt. Wes spielt die meiste Zeit virtuose Gitarrensoli im melodischen Old-School-Stil, typisch für das Genre. Schlagzeuger Chris hämmert schnell und kraftvoll; deshalb finde ich die schnellen Songs besser, denn er ist ein absoluter Speeddrummer und live eine Wucht (als ich sie in dieser Besetzung gesehen habe), der sich bei hohem Tempo einfach wohlfühlt. Morris ist ein fantastischer Bassist und hat auf diesem Album viele Momente, in denen er glänzen kann, was ein Pluspunkt ist. Diese Besetzung war perfekt auf schnelles Spiel abgestimmt und hat es hervorragend umgesetzt.

Nun zu den Songs. Ein simples Bass-Intro mündet in ein treibendes Riff, das die Speed-Metal-Wut des Titeltracks aufbaut. Dann schreit Steve sich die Seele aus dem Leib, und der Song haut von da an richtig rein. Das Solo nach dem ersten Refrain ist ebenfalls gelungen. Mit seiner Eingängigkeit und Geschwindigkeit ist es der beste Song des Albums. Die anderen Kracher, allen voran „Grocious“, sind fantastisch, besonders das melodische Zwischenspiel und das einprägsame Solo. „Nosferatu“ ist eine Hommage an Painkiller und hat jede Menge mörderische Power-/Thrash-Riffs. „Justice For One“ braucht etwas länger, bis man durch das Intro kommt, aber das Speed-Riff und das Solo lohnen sich. Es gibt hier und da noch ein paar coole Soli dazu. „Behold“ hat ein cooles orientalisches Intro, bevor es ebenfalls richtig losgeht. Der Closer „March To War“ hat ein cooles Kriegstrommel-Intro und geht dann in einen weiteren soliden Speed-Metal-Kracher über.

Die anderen Songs sind entweder nicht einprägsam oder haben einfach nicht das richtige Tempo. Viele davon klangen live besser, zum Beispiel „The Ride“. „Final Legacy“ ist zu lang und langsam und wirkt deplatziert zwischen zwei schnellen Stücken; es ist mit Sicherheit der schwächste Song des Albums. Trotzdem kann ich Power-Metal-Fans das Album nur empfehlen, denn die schnelleren Stücke sind definitiv hörenswert. 
 (METAL ARCHIVES)



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