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Deep Purple - Splat!



Release Info: 2026 - earMusic - Full Length
Band Info: England - 1968 - Hard Rock
Bewertung: 8


Songs:

1. Arrogant Boy
2. Diablo
3. The Rider
4. The Lunatic
5. The Only Horse In Town
6. Sacred Land
7. The Beating Of Wings
8. Guilt Trippin'
9. Scriblin' 'Gib'rish
10. Jessica's Bra
11. Third Call
12. My New Movie
13. Splat!

Fast genau vor zwei Jahren erschien der brillante Vorgänger «=1», der albummässige Einstand des neuen Gitarristen Simon McBride (47). Die Freude darob war gross und fusste im Vorfeld auf elektrisierenden Live-Auftritten. Das britische Hard Rock Flaggschiff DEEP PURPLE hat seither wieder spürbar Fahrt aufgenommen, und trotz des unaufhörlich voranschreitenden Alters der älteren Fraktion mit Gillan & Glover (80) sowie Paice & Airey (78) geht es weiter!

Und es kommt gar noch besser, denn während jetzt mit «Splat!» das 24. Studio-Album erscheint, wurde in aktuellen Interviews bereits darüber gesprochen, dass es im nächsten Jahr gut möglich ist, dass bereits ein nächstes Werk folgt! Einfach Wahnsinn, auch wenn man bedenkt, dass nun im Rahmen der angelaufenen Tour zum neuen Album noch von rund achtzig Konzerten die Rede ist, wovon die ersten drei Gigs bereits im April in Japan (Tokyo, Osaka und Nagoya) stattfanden. Hört man sich die bereits erhältlichen Bootlegs davon an, ist da eine immer noch unbändige Spielfreude auszumachen, die alte wie junge Fans verzückt!

Ein vielbeachteter Auftritt fand unter anderem am 18. Juni 2026 am "Hellfest" in Clisson (FR) statt, wo mit dem Album-Opener «Arrogant Boy», «Diablo» und dem Instrumental «Guinnesis» (nur in der Box erhältlich!) drei neue Tracks in der Setliste figurieren. Damit wären wir mittendrin in der neuen Scheibe auf der, wie beim Vorgänger, dreizehn neue Soundperlen geboten werden. Dazu gehört auch der Song «Guilt Trippin'», der als dritte und letzte Single, neben den eben zwei genannten Nummern, vorab digital veröffentlicht wurde. Alles zusammen bietet einen partiellen und abwechslungsreichen Ausblick auf den Rest von «Splat!», der nun ansteht.

Der erste Durchlauf offenbart eine konsequente Fortsetzung des Vorgängers und orientiert sich dabei eher an den Werken der Ära vor Steve Morse. Nach dem rasanten Opener «Arrogant Boy» verströmt «Diablo» primär mal einige Vibes vom Referenzwerk «In Rock» (1970), kombiniert mit feinen Melody-Lines, die seit «NOW What?! (2013) Einzug halten und seither nicht mehr nachgelassen haben. Nebst insgesamt und im Vergleich zu «=1» noch prägnanterem Tasten- und Orgel-Spiel von Don Airey, bricht natürlich erneut der akzentuierte Gitarren-Sound von Simon McBride durch, der die Frischzellenkur von Deep Purple nach wie vor aufrecht erhält.

Herrlich dann auch «The Only Horse In Town», wo einerseits die Kollegen von Uriah Heep im Geiste mitschwimmen und andererseits die Musikalität an der Stelle einfach nur Spass am Zuhören bereitet. Dies zieht sich so durch das ganze Album hindurch, das sich locker auf dem neu geschaffenen Niveau halten kann und die progressiveren Ausflüge der letzten Alben (mit Morse) zugunsten einer rockigeren Ausrichtung nicht vergessen macht, aber mindestens in der Gunst zurückbindet und die Lust auf die Gegenwart (dank Axeman McBride und generell griffigen Songs) sowie die ruhmreiche Vergangenheit nochmals deutlich steigert!

Des Weiteren hinterlässt Ian Gillans Gesangsleistung auf «Splat!» einen mehr als nur guten Eindruck, und was der 80-jährige Frontmann auch live noch zu leisten vermag, verdient uneingeschränkten Respekt! Abgerundet wird Ganze durch tiefsinnige Texte, die auf einem optimistischen Konzept einer evolutionären Transformation statt einer düsteren Apokalypse basieren und der Albumtitel den Übergang der Menschheit symbolisiert. Britischer Humor wie skurrile Metaphern thematisieren diesen Wandel, während Klangmeister Bob Ezrin sein neustes Baby mit dem grandios inszenierten Titeltrack zum "grande Finale" führt.(METAL FACTORY 10 / 10)

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