Bewertung: 8
Mit ihrem Vorgänger «The Dead Don’t Die» haben Dominum den Sprung in die Top Ten der deutschen Albumcharts geschafft. Etwas, das mich nicht überrascht. Die eingängigen Hymnen in Verbindung mit dem Konzept von Dr. Dead und seinen Metalzombies kann nicht nur live überzeugen. Nun, erscheint das dritte Werk von Mastermind Felix Held wandelt erneut auf den Pfaden von Bands wie Beast In Black, Lordi und Orden Ogan. Wer also mit kitschigem Euro Power Metal nichts anfangen kann, muss hier nicht unbedingt weiterlesen.
Der Rest wird erneut ein Album erwerben, dass mit Ohrwurmsongs nicht geizt. Bereits der Opener «The Circus In Town» nimmt den Hörer auf einen Ausflug in einen mysteriösen, Horror-Zirkus mit, Mitsingparts und eingängige Hooks inklusive. «Doctor Doctor» erinnert mit seinen Keyboardparts an die glorreichen 80er Stadionrocker, während «Nosferatu» und «Jack The Ripper» zwar düstere Lyrics behandeln, aber wieder mit Melodien en Masse glänzen. Felix Heldt besitzt wirklich ein Händchen für diese Art Musik, trotz allem Kitsch und Zucker knallen die Gitarren immer noch hart genug.
Was mir hingegen gar nicht gefällt
sind die Dance Drumparts, welche immer wieder eingebaut werden und die bei mir
Erinnerungen an die unsäglichen Bravo Hits Sampler in den Neunziger wach werden
lassen. Wer braucht schon Dr. Alban wenn man Dr. Dead in den eigenen Reihen
hat? Ebenfalls durchgefallen ist bei mir der Michael Jackson Megahit «Thriller».
Ich bin deshalb lange unsicher gewesen
ob ich die Scheibe mit nur 7,5 Punkten bewerten soll. Aufgrund der Tatsache,
dass Dominum aber erneut ein Album voller Ohrwürmern am Start haben, bin ich am
Schluss dann doch auf hochverdiente acht Punkte gekommen. Ein erneuter hoher
Charteinstieg würde mich jedenfalls nicht überraschen.


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