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Leathürbitch - Shattered Vanity



Release Info: 2023 - Shadow Kingdom - Full Length
Band Info: USA - 2015 - Heavy Metal
Bewertung: 8


Songs:

1. The Dark Mirror
2. Shattered Vanity
3. Betrayal
4. Shadow Mistress
5. Graveyard Eyes
6. The Invitation
7. Nasty Reputation
8. Morphina
9. Horror's Unseen

Leathürbitch ist eine US-amerikanische Heavy-Metal-Band von der Westküste, die gerade ihr zweites Album „ Shattered Vanity“ veröffentlicht hat . Es ist ein rohes und energiegeladenes Heavy-Metal-Album, das zwischen epischem und schnellem Metal pendelt. Die Produktion ist meiner Meinung nach nahezu makellos. Der Mix aus Gitarren und Schlagzeug ist perfekt ausbalanciert, und die Gitarren haben genügend Gain, um dem Sound ordentlich Biss zu verleihen, ohne dabei – wie so viele moderne Heavy-Metal-Bands – zu übertreiben.

Die Riffs sind recht konventionell: nichts allzu Abenteuerliches, aber sie treffen meistens ins Schwarze. Viele von ihnen setzen auf den Downpicking-Powerchord-Stil, der in den 80er-Jahren bei Judas Priest üblich war. Songs wie „The Invitation“ gehen noch einen Schritt weiter und integrieren einen einfallsreichen Bass-Kontrapunkt, der dem Ganzen noch mehr Tiefe verleiht. Und die Gitarrensoli sind schlichtweg brillant. Mit voll aufgedrehtem Hall erheben sich die Soli mit grandioser Wucht und Präzision über die Rhythmusgruppe.

Soweit, so gut. Doch die größte Hürde, dieses Album zu genießen, ist weder die Musik noch die Produktion, sondern der Gesang. Und obwohl Metal von exzentrischen Sängern nur so wimmelt, schwankt die Gesangsdarbietung hier zwischen erträglich und absolut nervtötend. Ich kann nicht genau sagen, ob es nur die Klangfarbe ist oder ob die Tonhöhe minimal verstimmt ist. Aber was auch immer es ist, ich konnte mich einfach nicht damit abfinden. Auch nach mehrmaligem Hören und dem Versuch, den Sound als Ganzes zu erfassen, blieb es mir verwehrt. Angesichts all der anderen Aspekte könnte man meinen, ich könnte darüber hinwegsehen. Aber das konnte ich nicht.

Und das frustriert mich als Hörer, denn ich bin mir nicht sicher, ob das Problem bei mir oder bei den Musikern liegt. Mir wurde dieses Album von mehreren Leuten wärmstens empfohlen, allein aufgrund meiner unstillbaren Vorliebe für klassische Heavy-Metal-Platten. Doch selbst wenn ich die erste Hälfte noch ertragen konnte, zwinge ich mich bei „Nasty Reputation“ regelrecht dazu, das Ganze durchzustehen. Das klagende Vibrato, die undeutlichen Worte und die missglückten Versuche, die richtige Tonhöhe zu treffen, lassen mich am liebsten alles hinschmeißen. Wer aber ein breiteres Spektrum an stimmlichen Vorlieben hat und Metal in seinen absolut dreckigsten Ausprägungen liebt, für den könnte dies genau das Album des Jahres werden.(METAL ARCHIVES)



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