1. City Streets
Wer im US-Metal der Achtziger nach den absolut essenziellen Underground-Perlen sucht, kommt an Exxplorer und ihrem Debütalbum Symphonies Of Steel (1984) nicht vorbei. Während Bands wie Armored Saint, Queensrÿche oder Fates Warning den Weg für epischen und technischen Metal ebneten, lieferten die Fünf aus New Jersey ein Album ab, das rohe Energie perfekt mit spielerischer Finesse verbindet.Schon der Opener "City Beneath The Earth" macht keine Gefangenen: Knackiges Riffing, ein treibendes Drumming und der unverwechselbare, schrill-kraftvolle Gesang von Lennard "Lennie" Rizzo. Rizzo deckt mühelos die gesamte Bandbreite von aggressiven Mitten bis hin zu schwindelerregenden High-Pitches ab. Das Duo an den Gitarren, Kevin Kennedy und Ed Divine, liefert durchgehend ein Feuerwerk ab. Die Riffs sind extrem griffig, und die zweistimmigen Soli versprühen genau die richtige Prise Neoklassik, ohne je in belangloses Gefrickel abzudriften.
Die Produktion hat den typischen, leicht kauzigen Charme unabhängiger 80er-Jahre-Releases: Sie klingt etwas trocken und nicht glattpoliert, aber exakt das verleiht der Scheibe ihre Authentizität. Der Bass von Jimmy Marciano ist präsent, und das Schlagzeug von Mike Planas bringt den nötigen Punch mit. Symphonies Of Steel ist ein zeitloser Klassiker des US-Metal. Es ist intensiv, technisch anspruchsvoll und voller Hymnen, die auch Jahrzehnte später nichts von ihrer Strahlkraft verloren haben. Für Fans von Virtuozität, NWOBHM-Einflüssen und schnörkellosem Heavy Metal ein absoluter Pflichtkauf.


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