Hoppla,
durchaus interessanter Genremix den Fatal Arrival auf ihrem zweiten Album
präsentieren. Da treffen Black Metal, Heavy, Power, Doom und Progressive Metal
aufeinander – wobei klassischer Metal das Grundgerüst bildet - und eigentlich könnte
man denken, dass dies so kaum funktionieren kann. Doch, kann es! Die beiden
Gitarristen Franz Gravefield und Max "RavenClaw" Steglich stecken
hinter Fatal Arrival. Die zweistimmigen Gitarrenläufe sind denn auch ein
grosses Highlight der Scheibe.
Gesangstechnisch
liefert Franz Gravefield eine stark abwechslungsreiche Vorstellung ab. Sein
Organ reicht von melancholisch-rauen, getriebenen Mid-Tempo-Vocals bis hin zu
spitzen, theatralischen Screams. Unterfüttert wird das Ganze von Chören und den
Backing-Vocals von Max Steglich, die in den Refrains – man höre nur «Consequence
Of Lies» eine tonnenschwere, fast Candlemass-artige Epik entfalten. Nach dem atmosphärischen Orgel-Intro rollt
der Titeltrack mit mächtig Wumms an und setzt direkt die düstere
Grundstimmung. Deutlich ruhiger geht es
im folgenden «Mother Darkness» zu und her, so würden wohl Savatage klingen,
wenn sie Black Metal Einflüsse hätten. Generell sind die Jungs sehr
abwechslungsreich gestaltet, mit «King Of My Own» gibt es sogar eine
Halbballade zu hören.
Zugegeben, manchmal übertreibt es das Duo etwas mit überraschenden Wendungen und es kommt der Eindruck auf, dass etwas gar viele Ideen in einen Song gepackt werden müssen. Auch ist das Album etwas gar lang geraten. Aber das war es denn auch an Kritik, denn wer auf klassischen Metal mit Tiefgang, düsterer Epik, Ausflüge in schwarze Gefilde und theatralischer Note steht, bekommt hier ein richtig starkes Scheibchen serviert.


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