1. Speed Metal Mania
Schon beim ersten Riff wird klar, in welcher Tradition SEAX verankert sind: Kanadischer Highspeed-Stahl à la Exciter, frühe Agent Steel, Anvil und der unpolierte Spirit von Alben wie Exoduses Bonded By Blood oder Anthrax' Fistful Of Metal stehen hier Pate. Gitarrist und Bandgründer Hel schießt messerscharfe, schnörkellose Riffs durch die Gehörgänge, während die Rhythmusfraktion kompromisslos nach vorne peitscht. Über all dem thronen die Vocals von Carmine Blades: Sein Organ wechselt spielend zwischen räudigem Rotzen und kreischenden High-Pitched-Screams, die direkt aus einem 1981er-Judas-Priest-Konzert entsprungen sein könnten. Die Produktion hält die Balance zwischen Underground-Authentizität und Wucht: Raw, ungeschliffen, aber transparent genug, damit die schnellen Gitarrenläufe und doppelten Leads präzise schneiden. Speed Metal Mania will das Rad nicht neu erfinden, sondern lässt es bei Maximalgeschwindigkeit heißlaufen. Für Metalheads, die bei Namen wie Razor, Exciter oder Razorback leuchtende Augen bekommen, ist dieses Album Pflichtprogramm. Ein echtes Highlight für Liebhaber von Leder, Nietengürteln und schnellen Riffs.


Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen