Songs:
Wo andere Bands Jahre brauchen, um neue Alben zu veröffentlichen, schlägt die ostfriesische – zum Quintett angewachsene - Band TEMPLE OF DREAD Dread in beeindruckend konsequenter Regelmäßigkeit zu. Mit «Dreadspawn Dominion» liefern die Norddeutschen ihr mittlerweile sechstes Studioalbum ab – und beweisen einmal mehr, dass sie zur absoluten Speerspitze des deutschen Death Metal gehören.
Temple of Dread bleiben ihrem Markenzeichen treu, verfeinern die Formel aber mit spürbarer Spielfreude. Die Hinzunahme eines zweiten Gitarristen hat den Deutschen neuen Schwung verliehen. Das Fundament bilden nach wie vor die charakteristischen, tief gestimmten Gitarren im Stil der klassischen schwedischen Schule, doch die Band belässt es nicht beim bloßen Zitieren von Größen wie Dismember oder Entombed.
Gitarrist Markus Bünnemeyer streut immer wieder messerscharfe Riffs und hochmelodische, fast schon schneidende Soli ein, die an die Hochphase des Florida-Death-Metal (Death, Bolt Thrower) erinnern. Die Drums ballern unbarmherzig nach vorne, ohne im monotonen Dauer-Blastbeat zu versinken, vor allem ist die Dynamik im Midtempo-Bereich schlicht hervorragend.
Über dem massiven Soundwall thront die gewaltige Stimme von Jens Finger. Seine Vocals klingen bösartig, punktgenau und bleiben trotz aller Rauheit stets verständlich. «Dreadspawn Dominion» besticht durch eine extrem hohe Dichte an starken Hooks. Hier wird nicht einfach nur geknüppelt, sondern komponiert.
Die Produktion: Druckvoll, organisch
und ohne modernen Plastik-Sound. Die Instrumente klingen erdig und mächtig,
genau so, wie eine Death-Metal-Platte im 21. Jahrhundert klingen muss. Wer auf
kompromisslosen, hochklassigen Death Metal der alten Schule steht, kommt an
diesem Album nicht vorbei.


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