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Bloodstain - Bloodstain



Release Info: 2026 - Threeman - Full Length
Band Info: Schweden - 2023 - Thrash Metal
Bewertung: 8


Songs:

1. Annihilation Line
2. Something Sinister
3. I Am Death
4. Carved Into Stone
5. Taint Me
6. Disdained
7. Lies Bleeding Through
8. Conspiracy
9. Faceless Dealer
10. Banner Of Supremacy

Mit ihrem selbstbetitelten Album zeigen Bloodstain, dass sie sich musikalisch deutlich weiterentwickelt haben. Wer noch die Thrash-Metal-Wurzeln der früheren EP im Ohr hat, dürfte beim ersten Durchlauf allerdings überrascht sein. Von der damaligen Härte und dem ungestümen Vorwärtsdrang ist nicht mehr allzu viel übrig geblieben. Stattdessen orientieren sich Bloodstain deutlich stärker an der getragenen und melodischeren Seite des Heavy Metal – und dabei drängt sich unweigerlich ein Vergleich mit Metallicas „Black Album“ auf. 

Die Songs sind insgesamt sauber aufgebaut und funktionieren durchaus. Besonders bemerkenswert ist dabei, dass die Bandmitglieder noch relativ jung sind und bereits ein erstaunlich reifes Gespür für Songwriting und Arrangements zeigen. Die Stücke wirken nicht überladen, sondern konzentrieren sich auf eingängige Riffs, markante Gesangslinien und einen Sound, der deutlich weniger auf pure Geschwindigkeit als auf Atmosphäre und Wirkung setzt. 

Gerade diese Entwicklung dürfte allerdings nicht jedem Fan der EP gefallen. Denn das, was Bloodstain einst interessant gemacht hat, war auch die rohe Energie und die Nähe zum Thrash. Auf dem Album wurde diese Seite deutlich zurückgefahren. Statt aggressiv nach vorne zu preschen, lassen es Bloodstain wesentlich kontrollierter und bedächtiger angehen. Das ist musikalisch nachvollziehbar und handwerklich durchaus gelungen, nimmt der Band aber gleichzeitig ein Stück ihrer ursprünglichen Identität. 

Das selbstbetitelte Album von Bloodstain ist keineswegs schlecht. Im Gegenteil: Die Songs sind gut geschrieben, ordentlich umgesetzt und zeigen eine für das Alter der Musiker erstaunliche Reife. Hört euch Songs wie «Annihilation Line», «I Am Death» oder «Conspiracy» an und ihr wisst was ich meine. Der Schritt weg vom Thrash hin zu einem melodischeren, vom „Black Album“ inspirierten Metal-Sound ist allerdings ziemlich deutlich. Persönlich finde ich es etwas schade, dass Bloodstain nicht mehr so richtig die Sau rauslassen und es ordentlich krachen lassen. 




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