Meine Hoffnung, dass die Ladys auf ewig im Bermuda Dreieck verschwinden wurde leider nicht wahr. Aber es gibt gute und schlechte Nachrichten, sozusagen direkt aus den Weiten der Weltmeere. Zuerst die Bad News: Erneut ist das Artwork derart fürchterlich, dass Blindkäufe eigentlich ausgeschlossen sind und erneut ist das Album eine eigentliche Mogelpackung. Zieht man die zwei Intros ab, bleiben gerade mal sechs Songs, welche es nicht mal auf eine halbe Stunde Spielzeit bringen. Andere Bands nennen das eine EP oder um es in ‘piratisch’ zu sagen: Rock ‘n ‘Rolf – unser aller Piratenoberhaupt – würde euch für diesen Frevel glatt über die Planke schicken.
Die guten News? Nun, mit der neuen Sängerin ‘Her Majesty Elizabeth Noir Nuit’ (ufff..) hat man einen Volltreffer gelandet. Es ist allein ihr geschuldet, dass der zweite Streich qualitativ ein Quantensprung ist. Der zweite positive Punkt ist die Tatsache, dass die – unter spanisch / britischer Flagge – segelnde Piratencrew tatsächlich einige Ohrwurmrefrains an Bord hat. Der Opener «Sailing Around The World» macht einen Heidenspass und «William Kid» ist ebenfalls um Welten besser, als alles was auf dem Vorgänger verbraten wurde.
Trotzdem ist für mich die Band nach
wie vor nicht greifbar. Dazu fischt sie in zu vielen bekannten Gewässern oder
um es anders zu formulieren: Wer zum Teufel braucht Pirate Queen wenn er Visions
Of Atlantis hören kann? Allen Unkenrufen zum Trotz: Der Weg zeigt nach Oben und
wenn es gelingt endlich ein Album mit einer vernünftigen Länge und einem guten
Artwork zu veröffentlichen wäre dies ein weiterer wichtiger Schritt.


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