Bewertung: 3,5
Manchmal stolpert man über Veröffentlichungen, bei denen man sich unweigerlich fragt, wie das Endprodukt nach dem Verlassen des Studios auch nur irgendjemandem im Bandgefüge oder beim Label ein zustimmendes Nicken entlocken konnte. Mit «Violent Visions» legen die Österreicher Ludgar ihr Debüt vor – und leider handelt es sich dabei um ein Lehrstück in Sachen handwerklicher Enttäuschung. Anders gesagt: Vor lauter ‘Old School Attitude’ haben Ludgar wohl vergessen, dass wir im Jahr 2026 leben und man durchaus die Achtziger mit Anstand und Respekt in die Moderne holen kann.
Schon beim ersten Anspielen stolpert man über eine absolut unterirdische Produktion. Die Gitarren matschen undefinierbar umher und der Gesang geht in diesem akustischen Ghetto vollkommen unter. Von Druck oder Dynamik keine Spur. Leider wird es kompositorisch keinen Deut besser. Das enttäuschende Songwriting lässt jeglichen roten Faden, zündende Hooklines oder auch nur ansatzweise spannende Songstrukturen vermissen. Schon nach drei Songs, ist man geneigt, das Album in die Tonne zu treten.
«Violent Visions» tut schlicht und
einfach im Gehörgang weh. Wegen der indiskutablen Produktion und dem
einfallslosen Songwriting bleibt am Ende nur ratlose Leere zurück. Da helfen
auch gut gemeinte Absichten nicht – hier zündet absolut gar nichts.


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