1. Screaming Evil
Das passiert auch nicht alle Tage. Die NWOBHM-Recken TOKYO BLADE bringen das Kunststück fertig und veröffentlichen zwei reguläre Studioalben innerhalb eines Kalenderjahres. Auf das formidable „Time Is The Fire“ folgt mit „Hoist The Colours High“ sogar noch eine kleine Steigerung. Diesmal ist auf mittelprächtiges Füllmaterial fast gänzlich verzichtet worden, und mit dem abschließenden ´Wasting My Time´ gibt´s lediglich eine Ballade unter den 14 Songs (die größte Schwäche von „Time Is The Fire“). Es ist fast so wie bei Saxon, auch TOKYO BLADE laufen im Spätherbst ihrer Karriere noch mal zur Hochform auf. Purer britischer Metal ohne Schnörkel wird in Form von ´She Was A Soldier´, ´Too Wired To Sleep´ oder dem packenden Titelsong geboten. Hier und da schwebt der Geist von Thin Lizzy über dem Material, etwa bei ´I Don´t Need No Enemies´. Alan Marsh zeigt eine makellose Gesangsleistung, und Andy Boulton reiht ein Killer-Riff an das nächste. Was ich nicht erwartet hätte: Mit TOKYO BLADE ist wieder zu rechnen. (METAL HAMMER 8 / 10)


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