Die deutsche Band aus Wetzlar kommt mit ihrem dritten Album um die Ecke.
Gegenüber den beiden keineswegs
schlechten Vorgängern ist hier ein deutlicher Schritt nach vorne zu erkennen.
Die Songs wirken kompakter, kraftvoller, sind eingängiger und insgesamt zielstrebiger.
Dabei erinnert die musikalische Ausrichtung an jene traditionelle Metal-Schule,
die auch Grave Digger und Wizard zu ihren Stärken gemacht haben. Die Band
kopiert diese Vorbilder jedoch nicht einfach, sondern bringt genügend eigene
Energie und frische Ideen mit. Hier wird nicht lange experimentiert oder
unnötig um den heissen Brei herumgespielt: Die Songs besitzen genau jene
Durchschlagskraft, die man sich von einem überzeugenden Metal Album wünscht.
Dass «Steelmachine» mehr als nur ein solides Genrealbum geworden ist,
zeigen vor allem die herausragenden Songs. Der Titeltrack geht mit seinen
wuchtigen Riffs und seiner mitreissenden Melodieführung direkt ins Ziel und macht
unmissverständlich klar, wohin die Reise geht. «Wings Of Fire» steht dem in
nichts nach und entwickelt sich mit seinem starken Refrain zu einem echten
Höhepunkt der Platte. Auch «I Am The Storm» gehört zu den Nummern, die man nach
dem ersten Durchlauf am liebsten gleich noch einmal hören möchte. Hier stimmen
Härte, Tempo und Melodie einfach zusammen. Generation Steel verstehen es,
klassische Metal Tugenden mit genügend Spielfreude und Nachdruck umzusetzen,
ohne dass die Stücke wie blosse Kopien klingen. Natürlich erfindet die Band das
Genre nicht neu, aber das ist angesichts der Qualität der Kompositionen auch
gar nicht notwendig.
Mit «Steelmachine» liefern Generation Steel für mich ihre bislang
überzeugendste Veröffentlichung ab. Generation Steel haben hörbar an ihrem
Songwriting gearbeitet und präsentieren sich selbstbewusster und geschlossener
als zuvor. «Steelmachine» ist ein starkes Statement für klassischen Heavy Metal
und ein Album, das Genrefans unbedingt eine Chance geben sollten.

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