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Cooper, Alice - Dragontown



Release Info: 2001 - Eagle - Full Length
Band Info: USA - 1967 - Hard Rock
Bewertung: 7,5


Songs:

1. Triggerman
2. Deeper
3. Dragontown
4. Sex, Death And Money
5. Fantasy Man
6. Somewhere In The Jungle
7. Disgraceland
8. Sister Sara
9. Every Woman Has A Name
10. I Just Wanna Be God
11. It's Much Too Late
12. The Sentinel

Im letzten Jahr überraschte Alice mit dem Geniestreich Brutal Planet. Mr. Cooper war nach längerer Funkstille explosionsartig im neuen Jahrtausend angekommen, lieferte ein exquisites Paket aus modern gefärbtem Power-Rock und Metal, ausgefeilten, morbiden Lyrics und mitreißenden Hooks, das ohne jeden Zweifel in einer Reihe mit legendären Scheiben wie Billion Dollar Babies, Trash oder Hey Stoopid steht. Auf seiner Europatour überzeugte der Altmeister samt seiner bestechend spielgeilen Backing-Band zudem mit einer kraftvoll-intensiven Zwei-Stunden-Show. Seine zweite Zusammenarbeit mit Producer-Guru und Co-Songwriter Bob Marlette (u.a. Black Sabbath) schickt ähnliche Vibes und glühende Lavasounds durch die Speaker, ist kompositorisch ebenso abwechslungsreich gestaltet und verfügt über die einzigartig plastischen Lyrics mit ihren Endzeitvisionen und diversen daily horrors aus den psychischen Untiefen des zivilisationsgeschädigten Cybermenschen. In puncto Ohrwürmern kommt Dragontown für meinen Geschmack allerdings nicht ganz so unwiderstehlich über den Teich. Selbst ein zeitloser Ausnahmekönner schafft halt nur selten zwei Jahrhundertalben hintereinander. Dennoch sind auch diesmal wieder eine ganze Reihe von Songs entstanden, die es wert sind, entdeckt zu werden. Der straighte Opener ´Triggerman´ ist mit seiner eingängigen Melodieführung ein klassischer Cooper-Seelenfänger, der Titeltrack ´Dragontown´ ein düster gefärbter Slo-Mo-Stampfer mit unterschwellig orientalisch gefärbter Gitarrenarbeit, ´Disgraceland´ eine hübsche Parodie auf Elvis Presley und die Rock´n´Roll-Sounds der Fünfziger. Die dezent sentimentale Ballade ´Every Woman Has A Name´ und das mit leichtem Beatles-Touch versehene ´It´s Much Too Late´ setzen die Ruhepunkte auf einem Werk, das für jeden Musikfreak mit stilistischer Bandbreite sein Geld wert sein dürfte.(ROCK HARD 8 / 10)





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