1. It's Hot Tonight
2. Lace And Whiskey
3. Road Rats
4. Damned If You Do
5. You And Me
6. King Of The Silver Screen
7. Ubangi Stomp
8. (No More) Love At Your Convenience
9. I Never Wrote Those Songs
10. My God
„Lace and Whiskey“ leitete eine sehr erfolglose Zeit für ALICE COOPER ein, die vor allem durch seine Alkoholsucht geprägt wurde, die so schlimm wurde, dass er nach der Tour zu diesem Album erst einmal eine Entziehungskur machen musste.
Ob es daran lag, dass „Lace and Whiskey“ sehr unspektakulär und streckenweise sogar langweilig ist – keine Ahnung. Ich persönlich finde, dass dieses Album sehr unmotiviert aus den Boxen plätschert, die wenigsten Songs können begeistern, das ist einfach nur durchschnittlich.
Stilistisch gesehen kann man schon behaupten, dass es an „Alice Cooper goes to Hell“ anschließt, auch hier wurden sehr deutlich Pop-Elemente in die Kompositionen gestreut, insgesamt finde ich aber, dass es einen Tick „rockiger“ ist als sein Vorgänger und weit weniger „theatralisch“.
Die Songs selber sind extrem zugänglich, manchmal sogar kitschig, insgesamt hat ALICE COOPER nicht nur den Zeitgeist verfehlt, sondern eben auch den Geschmack der Fans, die eben Sachen im Stil von „Billion Dollar Babies“ und „Welcome to my Nightmare“ von ihm erwartet haben.
Zu den rar gesäten Höhepunkten zählt für mich die Rock`n'Roll-Nummer „Damned if you do“, auch „Ubangi Stomp“ haut in diese Kerbe, sodass man schon sagen kann, dass ALICE COOPER sich dieses Mal sehr von den 50ern hat inspirieren lassen. „Ubangi Stomp“ ist übrigens ein Cover von CHARLES UNDERWOOD, wurde also ganz bewusst ausgewählt, weil es ins Konzept passt.
Apropos Konzept, denn ein solches liegt auch „Lace and Whiskey“ zugrunde, nach den Gruselgeschichten, war es dieses Mal eine Detektivgeschichte. COOPER porträtiert hier einen Detektiv, dem er den Namen „Maurice Escargot“ gegeben hat und der Figur des „Inspektor Clouseau“ nachempfunden wurde.
Neben den oben erwähnten Songs, würde ich noch „Road Rats“ und die Ballade „My God“ als Anspieltipps empfehlen. Der Rest ist in Ordnung, solide Kost, aber insgesamt einfach ein wenig zu beliebig und unspektakulär.
„You and me“ wird immer so gelobt, die Nummer stieg sogar auf Platz 9 der US-Charts, ich persönlich finde die aber schrecklich langweilig, das kann ich wirklich nicht nachvollziehen. Aber die Geschmäcker sind halt verschieden ……

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