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Cooper, Alice - Raise Your Fist And Yell




Release Info: 1987 - MCA - Full Length
Band Info: USA - 1967 - Hard Rock
Bewertung: 8


Songs:

1. Freedom
2. Lock Me Up
3. Give The Radio Back
4. Step On You
5. Not That Kind Of You
6. Prince Of Darkness
7. Time To Kill
8. Chop, Chop, Chop
9. Gail
10. Roses On White Lace

Nach erfolgreichem Alkoholentzug, frisch und voller Tatendrang, überraschte ALICE COOPER 1986 mit seinem Comeback-Album „Constrictor“ nicht nur eingefleischte Fans. In Zusammenarbeit mit Gitarrist KANE ROBERTS zauberte er ein überraschend hartes Album hin, das sich erfrischend von den seichten und langweiligen Pop- und New-Wave-Alben Ende der 70er und zu Beginn der 80er abhob. Mehr „Back to the Roots“ schien das neue Motto gewesen zu sein, weswegen ich doch sehr gespannt auf „Raise your Fist and Yell“ war.

Positiv ist schon mal, dass ALICE COOPER den mit „Constrictor“ eingeschlagenen Weg konsequent fortführte, die Zeiten des jämmerlichen Gedudels schienen endgültig vorbei zu sein. Als erfreulich empfand ich, dass der Härtegrad sogar noch ein wenig nach oben geschraubt wurde, da sind ein paar ganz knackige Riffs zu hören, von seiner Machart her, hat mir „Raise your Fist and Yell“ sofort gefallen, mit dieser Richtung war ich wieder sehr einverstanden.

Für diese härtere Gangart war definitiv KANE ROBERTS verantwortlich, der schon rein optisch klar machte, dass er eher auf die robusteren Töne steht. Diesen muskelbepackte Gitarren-Rambo habe ich auf der Tour zu diesem Album live gesehen, als ALICE COOPER und seine „Revue“ in der „Sporthalle in Böblingen“ gespielt haben. Der Typ war echt ein Brecher und ALICE COOPER war in bestechender Form, fit und dynamisch, nicht mehr die Alkoholleiche von vor ein paar Jahren.

Da gibt’s eine nette Geschichte dazu, denn meine damalige Freundin und ich standen damals in der ersten reihe und als wir so am „rumwerkeln“ waren, hat sich ALICE zu uns runtergebeugt, auf uns gezeigt, gelächelt und mit einem Auge gezwinkert … vergesse ich nie!

Tja …. Ich schwelge wieder in Erinnerungen an eine richtig tolle Zeit, damals konnte man noch richtig Spaß haben … obwohl es auch schon Spaßbremsen wie TIPPER GORE gab. TIPPER ….. wer?
Das war die Gattin des US-Vizepräsidenten AL GORE, und die hatte es sich zur Lebensaufgabe gemacht, das Böse in Form des Heavy Metal zu vernichten. COOPER hat sich in „Freedom“ mit der Willkür der amerikanischen Zensurbehörden beschäftigt, was in auf eine Schwarze Liste brachte. Da befand er sich aber in guter Gesellschaft, denn auch W.A.S.P., TWISTED SISTER, JUDAS PRIEST und das Böse in Person, OZZY „THE MAD MAN“ OSBOURNE standen da drauf. Die gibt es übrigens alle noch, die geben heute noch Konzerte …. von TIPPER GORE hört man nichts mehr.

So, genug in Erinnerungen geschwelgt, eigentlich geht es ja um das Album, das, wie bereits erwähnt, schön knackig und heavy ist. Die Songs sind nicht so eingängig wie die von „Constrictor“, allerdings um Klassen besser als alles was ALICE COOPER seit „Welcome to my Nightmare“ gemacht hat …. ohne Frage!

Mit „Freedom“, „Time to Kill“, „Prince of Darkness“ und „Step on you“ sind ein paar richtig schwere Kracher dabei, die mir vor allem wegen ihrer angenehmen Grundhärte und der starken Gitarrenarbeit von KANE ROBERTS gut gefallen. Das wären dann auch meine Anspieltipps von einem Album, das gänzlich ohne Hits auskommen muss, denn trotz allem ist da kein „Übersong“ mit dabei.

Vielleicht hätte es mit einem Hit mehr Beachtung erfahren, so blieb es eigentlich immer ein wenig unter dem Radar der breiten Öffentlichkeit und schaffte es beispielsweise in Deutschland nicht einmal in die Charts. In den USA ging es nur bis Platz 71, was meiner Meinung nach, die Qualität der Musik nicht ganz widerspiegelt. Auch die Singleauskopplung „Freedom“ war ein Flop … schade drum.

Mein Fazit: Die Qualität von Musik kann man nicht immer an den Verkaufszahlen messen, so wie im Fall von „Raise your Fist and Yell“, das ich persönlich für viel besser halte, als diese es ausdrücken. Man muss auch die Zeit berücksichtigen, in der er es entstand, denn in den 80ern kamen laufend erstklassige Alben raus, weswegen so manches richtig gute Album ein bisschen unter ging.(AMAZON)




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