2. To Mega Therion
3. Cults Of The Shadows
4. In The Desert Of Set
5. Interludium
6. Nightside Of Eden
7. Opus Eclipse
8. Invocation Of Naamah
9. The Siren Of The Woods
10. Grand Finale / Postludium
Jetzt ist es soweit. Endlich hat THERION-Mastermind Christofer Johnsson das Budget zur Verfügung gestellt bekommen, das er brauchte, um die musikalischen Visionen, die er seit Jahren mit sich herumträgt, zu verwirklichen. Und das fertige Produkt rechtfertigt jeden Pfennig, den Nuclear Blast investiert haben. Im Prinzip macht "Theli" da weiter, wo Celtic Frost nach "Into The Pandemonium' aufgehört haben. Death Metal-Fragmente wurden mit symphonischen Klängen und Gothic-Versatzstücken gepaart. Herausgekommen ist eine in sich schlüssige Dark Metal-Sinfonie, in der die Opernstimmen eine genauso wichtige Rolle spielen wie die heruntergestimmten Gitarren und die zahlreichen artfremden Instrumente. Wichtig ist dabei auch, daß Christofer die Leadvocals nicht mehr alleine übernimmt, sondern an den Stellen, wo medodischere Gesangslinien vonnöten sind, Drummer Piotr Wawrzeniuk mit seinem angenehmen Organ den Vortritt läßt. Nicht zu vergessen die Songs, bei denen Gastsänger Dan Swanö sein Können demonstriert. Am meisten beeindruckt mich aber, daß die zahlreichen Klassik-Passagen nicht aufgesetzt wirken, sondern einfach perfekt zum jeweiligen Stück passen, alles ganz natürlich zusammengewachsen zu sein scheint. Da fällt auch nicht weiter ins Gewicht, daß sich THERION einige klassische Melodien bei bekannten Werken wie etwa der "Carmina Burana" ausgeliehen haben und daß das Ganze spieltechnisch bei weitem nicht so anspruchsvoll ist wie etwa die Mekong Delta-Scheiben. "Theli" ist schlichtweg ein Meisterwerk, das zwar bei weitem nicht so eingängig ist wie etwa die neue Moonspell, aber für einen nicht enden wollenden Hörgenuß sorgt. Ich gratuliere! (ROCK HARD 10 / 10)


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