2. Birth Of Venus Illegitima
3. Wine Of Aluquah
4. Clavicula Nox
5. The Wild Hunt
6. Eye Of Shiva
7. Black Sun
8. The Opening
9. Morning Star
10. Black Diamonds
11. Raven Of Dispersion
Dieses Album sollte man nicht als Produkt der Band THERION werten, sondern eher als Resultat eines langwierigen Songwritingprozesses, der einzig und alleine von Mastermind Christofer Johnsson vollzogen wurde. Der Meister persönlich hält sich auf dieser Scheibe dann auch merklich zurück, hat lediglich ein paar Gitarren zu der ganzen Sache beigesteuert, bleibt ansonsten aber im Hintergrund, sogar von den Gesangsparts ließ Johnsson diesmal die Finger. Stattdessen holte sich der umtriebige Schwede zahlreiche Gastmusiker ins Studio, die in der Lage waren, seine musikalischen Visionen perfekt umzusetzen. Im Gegensatz zum Vorgängeralbum "Theli" waren diesmal sogar richtige Orchestermusiker zugange, was der Scheibe deutlich mehr Leben einhaucht. Der Metal-Anteil an den Kompositionen ist spürbar zurückgegangen, klassische Elemente stehen dafür deutlich im Vordergrund - lediglich bei 'The Wild Hunt' packt Johnsson noch mal die Power Metal-Kelle aus, und mit Primal Fear-Röhre Ralf Scheepers angelte er sich den richtigen Mann, um das Ganze passend umzusetzen. Ansonsten ist "Vovin" aber als Gesamtkunstwerk zu betrachten, auf dem Johnsson zahlreiche traumhafte Klangbilder erschaffen hat, die mit orientalischer Musizierkunst kokettieren und in denen es von mystischen Zitaten nur so wimmelt - den Hang zum Okkulten hat der Meister nämlich nach wie vor nicht aufgegeben."Vovin" ist also mehr Klassik als Metal, bleibt aber dennoch - im positiven Sinne - oberflächlich genug, um als simple Hintergrundmusik zu dienen, bietet andererseits jedoch genügend Details, die man beim intensiven Hörgenuß per Kopfhörer entdecken kann, die meisterhafte Produktion von Siggi Bemm setzt dem Ganzen schlußendlich noch die Krone auf. Bleibt lediglich die Frage, ob dieses Werk auch live aufgeführt werden kann, ohne aufgrund übermäßigen Gebrauchs gesampelter Orchester-Einlagen völlig peinlich zu wirken. Das wage ich doch stark zu bezweifeln...(ROCK HARD 9,5 / 10)


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