2. The Hammer Will Fall
3. Soos Creek Cemetary
4. Hannibal
5. Burning At The Stake
6. D.S.D.
7. Nightmare, Pt. 2
8. Vlad
9. Ballad Of Marianne
10. Mississippi Queen
Haben nicht alle Power Metal-Jünger vor Freude masturbiert, als klar war, dass es eine Metal Church-Reunion geben würde? Was die Band dann allerdings mit dem schwachen „Masterpeace" ablieferte, war mehr ein Abgesang als ein Neustart. Shouter David WAYNE trug dazu nicht unwesentlich bei, denn seine Stimme hatte längst nicht mehr das Volumen und Charisma vergangener Tage. Jetzt ist der gute David wieder zurück und hat sein aktuelles Solo-Album einfach „Metal Church" getauft. Das Ganze ist allerdings eine noch heftigere Enttäuschung und Mogelpackung als der letzte MC-Output. Wer also eine Rückbesinnung auf alte Tage erwartet, wird ebenso vor den Kopf gehauen wie Freaks, die aggressive Mucke aus der Reverend-Zeit erwarten. Zum einen ist Mr. WAYNEs Gesangsleistung - vorsichtig ausgedrückt - unter aller Sau (very vorsichtig indeed, Herr Trojan... - Red.). Seinem Piepsstimmchen scheint jegliche Power und Ausstrahlung abhanden gekommen zu sein. Zum anderen ist das Songmaterial schon von einer geradezu demoralisierenden Einfallslosigkeit. Als Beispiele seien hier nur das unwürdige ´Mississippi Queen´ oder ´The Hammer Will Fall´ (mit starken Accept-Anleihen) genannt. Solche Songs hätten in der „The Dark"-Ära nicht mal das Vorproduktions-Stadium überstanden. Dazu kommt ein nach heutigem Standard hundsmiserabler Sound. Da hat sich der gute David wahrscheinlich lieber den Vorschuss hinter die Binde gegossen. Kraft- und saftlos raubt die dünne und schwammige Produktion auch den wenigen guten Ansätzen den letzten Lebensfunken. Wenn es überhaupt gelungene Nummern gibt, dann höchstens den Uptempo-Track ´Burning At The Creek´ und die schöne Ballade ´Ballad For Marianne´. Welcher Teufel den guten David allerdings geritten hat, vom legendären ´Nightmare´ vom MC-Debüt eine Fortsetzung zu schreiben, bleibt wohl für immer unbeantwortet. Das bestätigt aber letztlich nur den enttäuschenden Gesamteindruck, der für die musikalische Zukunft von Mr. Wayne nichts Gutes erwarten lässt. (ROCK HARD 4 / 10)


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