1. Burning Choir
Die Schweden sind wahrlich nicht faul, denn obwohl man sich erst 2018 gegründet hat, ist «Swarming Angels & Flies» bereits das dritte Album, daneben stehen noch zwei EP’s und eine Compilation zu Buche. Das ist umso erstaunlicher, weil das älteste Mitglied gerade mal 25 Lenzen zählt. Sänger und Gitarrist Mateo Tervonen (der Sohn von The Crown’s Marko Tervonen) ist mit 19 der Jüngste. Was hier musikalisch geboten wird, deutet aber nicht auf eine unerfahrene Truppe.
Acht neue Songs und achtmal gibt es dermassen auf die Fresse, dass Fans von Knife und Hellripper hellhörig werden müssten. Schon der Opener «Burning Choir» legt los, als gebe es keinen Morgen mehr. Dabei legen Sarcator durchaus auch Wert auf sperrige Songstrukturen wie ich sie auch bei Hellwitch schon gehört habe. Der Titelsong ist ebenfalls ein Musterbeispiel für diese Herangehensweise, auch wenn natürlich die Drums auch hier fast durchgehend Vollgas geben. Mit dem Höhepunkt «Where The Void Begins» zeigen Sarcator auch, dass man auch mit langsamerem Tempo nichts von der Aggressivität einbüsst. Diese sieben Minuten hieven die Band definitiv auf ein höheres Niveau.
Einen kleinen Wermutstropfen gibt es
wieder mal für Vinylkäufer, die auf ganze drei Bonussongs verzichten müssen.
Diese liegen mir auch nicht vor, aber es handelt sich um Coverversionen von
Anti Cimex, Sarcofago und Sadus. Trotzdem ist das dritte Album unter dem Strich
ein wirklich starkes Statement der blutjungen Schweden geworden.


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