1. Death Note
Within Temptation und Ad Infinitum haben es vorgemacht und Edge Of Paradise ziehen nach. Die Rede ist von einem Stilwechsel, weg vom symphonischen zum Modern Metal. Wobei sich das bei den Amerikanern schon auf den letzten beiden Alben angekündigt hat und sie schon immer über den Tellerrand geblickt haben. Thematisch hinterfragt man auf dem sechsten Studioalbum den technologischen Fortschritt und sie rufen dazu auf, die menschliche Stärke in einer von künstlicher Intelligenz dominierten Welt neu zu entdecken.
Songs wie «Death Note», «Prophecy Unbound» oder «Rogue (Aim For The Kill» schlagen eine Brücke zwischen Alternative, Industrial und Melodic Metal und klingen dabei eben wie die neuen Within Temptation. Die Melodien und Refrains schielen auch Richtung Pop. Das klingt alles sehr professionell und ist ausserdem stark produziert, aber mich packen Edge Of Paradise damit nicht. Selbst die Ballade «Hear Me» kann keine grossen Stricke zerreissen. Wie so viele Bands im Modern Metal fehlt mir hier die Seele und alles klingt ziemlich austauschbar. Auch die Stimme von Sängerin Margarita Monet klingt moderner als noch auf dem dritten Album Universe.
Natürlich spielen persönliche Referenzen
bei Reviews eine zentrale Rolle und Edge Of Paradise werden mit diesem Album
sicher viele neue Fans dazugewinnen können. Doch wie beim neusten Erguss von
unseren Schweizern von Ad Infinitum kann ich mich nicht durchringen, eine
starke Bewertung zu zücken.
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