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Bride - Show No Mercy



Release Info: 1986 - Pure Metal - Full Length
Band Info: USA - 1986 - Heavy Metal
Bewertung: 8


Songs:

1. Evil That Men Do
2. Now He Is Gone
3. Fly Away
4. Forever In Darkness
5. Follow Your Heart
6. Show No Mercy
7. I Will Be With You
8. Thunder In The City
9. No Matter The Price
10. The First Will Be Last

Brides Debütalbum ist trotz seines hohen Niveaus ein eher naives Album. Das mindert den Spaß jedoch nicht, denn Debütalben bieten immer noch Verbesserungspotenzial (Stryper Yellow & Black Attack) oder sind absolute Volltreffer (Testament „The Legacy“). „Evil that men do“ (natürlich nicht von Iron Maiden) eröffnet das Album, und die leichte Verzerrung nimmt dem Song die Kraft, die er hätte haben können. Erwähnenswert ist jedoch Dale Thompsons kraftvoller Gesang, der übrigens die starke Front der Band darstellt. Er singt sehr ähnlich wie Ronnie James Dio, was kein Wunder ist, da er ein großer Fan von Mr. Dio ist. Dales Stimme hat einen noch größeren Umfang und ist deutlich kraftvoller und höher, nicht so kratzig wie die von Dio, was Dales Stimme zu einem großartigen Hörerlebnis macht. Seine Schreie sind denen von Michael Sweet von Stryper ebenbürtig, was ebenfalls kein Wunder ist, und deshalb wurde Dale Thompson irgendwann nach Michaels Ausstieg aus der Band ersetzt. Dennoch sind auch Reminiszenzen an Bruce Dickinson zu hören. Musikalisch gesehen ist dieses Album purer 80er-Jahre-Spaß. Trotz Produktionsproblemen und einigen anderen Mängeln enthält es viele Party-Rock-Hymnen (Forever in Darkness), die sehr an Poison erinnern. Es enthält auch einige Stücke à la Iron Maiden (Fly away & I will be with you). Es gibt einige Balladenversuche, die zwar nicht besonders gut sind, aber zumindest nicht so kitschig wie die üblichen Power-Balladen der 80er (Now He is gone). „Thunder in the City“ beginnt mit einem Klavier, das Bon Jovis „Runaway“ sehr ähnelt. Der Song ist wieder im mittleren Tempo, und die Gesangslinien sind sehr cool. Aufgrund schlechter Produktion und Naivität sind die Vocals jedoch manchmal zu hoch und disharmonisch. Dale lernte später, die Kraft seiner Stimme auf späteren Alben hervorragend zu kontrollieren, aber nicht auf diesem Album. Die Gitarrensoli sind ein weiteres Highlight, da auch Troys Gitarrenspiel eine Erwähnung wert ist. Er brilliert mit fetzigen, aber gleichzeitig sehr melodischen Gitarrensoli. Das Schlagzeug passt zwar zur Musik, ist aber natürlich irrelevant, und der Bass ist fast nicht vorhanden. Obwohl es sich um ein Debüt handelt, kann sich das Album durchaus hören lassen, aber der fehlende Sound wird definitiv stören. Das Fehlen kraftvoller Hymnen (die später entwickelt wurden) ist definitiv ein Rückschritt. Erwartet also kein großartiges Album mit umwerfender Qualität. Greift stattdessen zu „Live to Die“, das deutlich besser ist. (METAL ARCHIVES)





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