Bewertung: 8,5
1. Great Repulsive Force
Blackened Thrash aus Deutschland? Da mischen Desaster seit 1988 ganz vorne mit und gehören trotz fortgeschrittenem Alter noch längst nicht zum alten Eisen. Die beiden Haudegen Odin (Bass) und Infernal (Gitarre) haben mit «Kill All Idols» ein Album am Start, welches sich nach mehreren als absolutes ‘Must Have’ für Genre Fans entpuppt.
Dass Desaster nichts von ihrer Aggressivität verloren haben, wird von Anfang an klar. «Great Repulsive Force» ist ein fieser Tritt in die Magengrube, aber ist nicht nur stumpfes Gebolze, sondern abwechslungsreich und atmosphärisch gestaltet. Vor allem die Riffs sind diesmal vom Feinsten, wie beim heimlichen Albumhit «Towards Oblivion», der fast schon unverschämt eingängig ist, zumindest für Desaster Verhältnisse. Der Titeltrack ist ein kurzes Geschwindigkeitsmonster mit Mosh-Mittelteil, während «Ash Cloud Ritual» von einem Schnellzug in einen Bummler verwandelt, sprich sich als lupenreiner Doom Song erweist.
Die Koblenzer halten an ihrem Konzept
fest, und präsentieren uns mit ihren zehnten Werk bewährte Kost, welche aber
von einem Sternekoch verfeinert wurde. Die Produktion findet dabei die perfekte
Balance von räudig und modern. «Kill All Idols» ist also alles andere als ein
Desaster (der musste ja fast kommen…) und Pflichtfutter für Anhänger von Knife,
Deströyer 666, Nifelheim oder Cruel Force, welche übrigens alle jünger als die
Deutschen sind.
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