Bewertung: 8
1. King For A Day
Die Freunde des Hammerkönigs (und da zähle ich mich absolut dazu!) mussten nicht lange warten, denn die Deutschen sind schon wieder mit einem neuen Album am Start. Es ist das Siebte in zehn Jahren, wahrlich eine königliche Ausbeute. Für die fette Produktion zeigte sich Charles Greywolf (Powerwolf) verantwortlich. Auch das Artwork stammt auf den Kreisen der Wölfe, stammt es doch von Peter Sallai, der auch für Sabaton und eben Powerwolf tätig ist.
Dass die Band wohl bewusst eine kleine Kursänderung eingeschlagen hat, zeigt sich schon beim leicht überarbeiteten Logo, allerdings finde ich diese Version bei weitem nicht so gelungen. Ebenso fällt mir auf, dass die neue Scheibe pompöser, glattgebügelter und mit mehr Pathos aus den Boxen dröhnt als die Vorgänger. Ausserdem gibt es mit «Schlaf Kaiser Schlaf» erstmals eine deutsche Nummer, welche aber polarisieren wird. Zwar nicht wegen der Sprache, aber die Vertonung des Kinderliedes (auch Bruder Jakob kommt vor) ist reine Geschmackssache. Ich finde die Umsetzung zwar kreativ gelungen, aber trotzdem finde ich das mit ziemlich weitem Abstand den schlechtesten Song in der Hammer King Historie.
Die pompösere Ausrichtung zeigt sich schon beim Opener «King For A Day», welcher durch die Keyboard fast schon ungewohnt bombastisch für Titan Fox V klingt. Beim Titeltrack werden Erinnerungen an Battle Beast und Sabaton wach. Zwar glänzt der Song durch seine Eingängigkeit, trotzdem wirkt er mir zu aufgeblasen. Kein guter Start also, ja fast schleicht sich bei mir Ernüchterung ein aber bei «Hammerschlacht» bin ich dann wieder im 7. Kaiserreich. «Hoheitsgebiet» ist ein typische Hammer-Hymne, «Kneel Before The Throne» lässt den geneigten Fan tatsächlich ehrfürchtig vor den Thron knien und «The Last Kingdom» vereinigt sämtliche Stärken der Band. Bei allen Songs gibt es Chöre, grosse Refrains und Riffs die wirklich richtig hart brettern. Dazu die unvergleichliche Stimme von Titan, oh ja sie haben es nicht verlernt!
«Make Metal Royal Again» wäre der
gewohnte Kracher geworden, wären da nicht die ersten zwei Songs, welche mir
einfach zu sehr Richtung Sabaton und Konsorten schielen und für Kinderlinder
wie «Schlaf Kaiser Schlaf» gibt es Heavysaurus. Zum Glück bietet vor allem die
zweite Hälfte noch genügend starkes Material, so dass sich das Werk dann doch
noch eine vernünftige Note abholen kann. Die von mir fast schon erwartete «Kaufempfehlung»
kann ich aber leider nicht aussprechen.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen