1. Band Of Brothers
Mit der Hinzunahme von Sänger Petri Lindoos (Ensiferum) haben sich Warmen von einer neoklassischen Power Metal zu einer Melodic Death Truppe entwickelt und auch wenn die alten Fans wohl kaum begeistert waren, hat sich dieser Stilwechsel gelohnt, denn «Here For None» (erschien 2023) entpuppte sich als wirklich starker Dreher.
Lyrisch folgt man keinem Konzept: „Manche Texte sind aus Frustration über den Zustand der Welt entstanden“, erklärt Keyboarder und Gründungsmitglied Janne ‘Warman’ Wirman, „andere sind direkt aus Filmen oder True Crime-Serien übernommen. Es ist eine Mischung – aber die Energie ist immer ehrlich und intensiv.“ Musikalisch hingegen präsentieren sich die Schweden noch kompromissloser als auf dem Vorgänger.
Ihr vermisst Children of Bodom? Ja, dann kann ich euch Warmen wärmstens empfehlen, hört euch nur den Titeltrack und Opener an. Das aufgrund des Gesanges auch Ensiferum Fans jubeln dürften, ist fast logisch. Dezente Prog Ausflüge machen auch das eingängige «One More Year» zu einem richtig starken Song. «When Doves Cry Blood» könnte auch aus der Feder von Dark Tranquillity stammen und entpuppt sich auch aufgrund der virtuosen Keyboard Parts als echter Hit. Apropos Hit: Mit «The Kiss Of Judas» hat man sich einen Stratovarius Knaller vorgeknöpft und ihm ein härteres Kleid angezogen.
Warmen treten am diesjährigen ‘Meh
Suff’ Festival in Hüttikon auf und ich bin äusserst gespannt wie die Band live
auftreten wird. Wer COB, Ensiferum genau so mag wie Norther oder Dark Tranquillity
muss hier unbedingt reinhören.
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