1. Isolation
Aus Irland stammen Malthusian, deren Gründung auf das Jahr 2012 zurückgeht. Vor sieben Jahren veröffentlichte man das Debüt, nun folgt also der Nachfolger. Eine kurze Nachforschung ergab, dass sie damals noch recht ungezügelten Black Death Metal spielten, davon ist auf dem neusten Output nicht mehr viel zu hören. Stattdessen wildert die Truppe in diversen Genrewäldern und setzt eine gewisse Hartnäckigkeit an Drehungen voraus, um Gefallen an den meist überlangen Songs zu finden.
Die Basis bildet ganz klar Old-School Death Metal, den die Iren aber gerne mit epischen, doomigen, schwarzen Elemente ergänzen, ja sogar Sludge kann man als Einfluss nicht ausschliessen. Allerdings finde ich auch nach mehreren Durchgängen den Zugang nur schwer. Das heisst, nicht dass Malthusian keine guten Songwriter sind, aber wer hier eingängige Songs sucht, wird kaum fündig. Ein gutes Beispiel ist «Eroded Into Superstition», dass Anfangs wie Morbid Angel zu «Covenant» Zeiten klingt. Richtig gut werden die Inselbewohner wenn sie das Tempo drosseln und so eine Atmosphäre des Bösen schaffen. Auch das über 15 Minuten lange «Amongst The Swarms Of Vermin» startet mit mächtigen Lavariffs, bevor nach fast vier Minuten das Tempo mit eindrucksvollem Schlagzeugspiel von JK massiv zunimmt. Trotzdem gelingt es der Band nicht die Spannung bis zum Schluss aufrecht zu halten.
Fazit: Malthusian machen es einem
nicht leicht, sondern verlangen vom Hörer viel ab. Das gelungene, dunkle und unheilvolle
Gemälde als Artwork gibt die Richtung vor.
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