25
Jahre Bitterness, das ist wahrlich ein Grund zum Feiern, zumal die Deutschen
Thrasher auch gleich mit einem neuen Album in den Startlöchern stehen. Zu
diesem Jubiläum hat man ein feines Package geschürt um im Artik eine mächtige
Party zu feiern. Es war mein erster Besuch in diesem Lokal, das mitten in
Freiburg im Breisgau liegt. Ein Blick auf die diversen Plakate verrät mir, dass
jeweils auch das Skullcrusher Festival hier stattfindet und im Dezember
Smoulder aufspielte. Nicht schlecht! Was Bitterness freuen dürfte, die
Veranstaltung lockte eine Menge Metalheads an, leider wurde aber die Running
Order nicht ganz eingehalten, dazu später mehr.
Tremors
Die erste Band des Abends hörte auf den Namen Tremors und
es war ein wohl einmaliges Comeback, denn die Death Metal Band hat sich 2013
aufgelöst, nachdem man vorher zwei Alben veröffentlicht hat. Nun, man konnte
die lange Pause nicht ganz verheimlichen und so schlichen sich doch der eine
oder andere Schnitzer ein, was der Stimmung und dem Gesamtauftritt allerdings
keinen Abbruch tat. Auch wenn zuerst noch ein Höflichkeitsabstand zwischen
Bühne und Publikum zu erkennen war, so taute die Meute mit fortlaufender Dauer
auf und getraute sich etwas näher. Musikalisch war das schon mal nicht von
schlechten Eltern und machte Lust auf mehr.
Second
Coming
Auch Second Coming hatten sich eigentlich schon lange
aufgelöst, haben aber 2019 ein Comeback gestartet, aber seitdem herrscht
eigentlich schon Ruhe, weshalb dieser Auftritt wie aus dem Nichts kam.
Frontmann Oliver entpuppte sich als äusserst humorvoller Zeitgenosse und
stellte seine Band eben mal als «Wir sind Second Coming, Power Metal aus
Saarbrücken» vor. Auch bei Second Coming
klappte nicht alles wunschgemäss, aber auch hier machte das den Auftritt authentisch.
Auf jeden Fall stieg die Stimmung sofort, weil Second Coming richtig coolen
Death Metal zockten, der einen sofort an die Blütezeit dieses Genres erinnerte.
Wohin die Reise der Saarländer geht, steht allerdings auf einem anderen Stern.
Total
Annihilation
Dann war es Zeit für meine Landesgenossen von Total
Annihilation, welche mit einem brandneuen Longplayer im Gepäck angereist waren.
Nach zwei Death Metal Truppen, wurde es nun deutlich thrashiger und die
Schweizer lieferten der Menge genau das, was es braucht. Man merkte der Band
die Spielfreude an und die Energie übertrug sich auch aufs Publikum. Sänger
Daniel entpuppte sich als ausgezeichneter Entertainer mit Ansagen, welche in
perfektem Hochdeutsch daherkamen und so eigentlich nicht auf eine Schweizer
Band schliessen liess. Die fairen Merchpreise taten ihr Übriges, weshalb ich
das neuste Werk «Mountains Of Madness» fast zwangsläufig erwerben musste.
Starker Gig!
Bitterness
Zugegeben, so richtig auf den Schirm hatte ich die Band
eigentlich nie. Aber was nun folgte war ein Thrash Gewitter allererster Güte.
Auch wenn nicht alle eingeladenen Musiker der Einladung gefolgt sind, der eine
oder andere frühere Musiker war dann doch auf der Bühne zu bewundern. Die
Stimmung erreichte nun auch ihren Höhepunkt und es wurde ziemlich heiss in der
Location. Die Setliste umfasste seltsamerweise nur sechs Songs, aber diese
Liste wurde schnell zur Makulatur. An die zwei Stunden prügelten Bitterness auf
die Fans ein und lieferten damit den ultimativen Beweis, dass man auch nach 25
Jahren relevant sein kann.
Night
In Gales
Nun zurück zur Running Order. Die Uhr zeigte bereits kurz
vor Zwölf, als die Umbaupause zum letzten Act begann. Eigentlich war ich ja vor
allem wegen den deutschen Melodic Death Veteranen gekommen. Allerdings hätte
das auch bedeutet, dass es wohl sehr spät geworden wäre bis ich zuhause
angekommen wäre und so musste ich schweren Herzens den Heimweg auftreten ohne
Night In Gales live erleben zu können. Klar, es war der Abend von Bitterness
und die haben ihren Gig ausgereizt, aber schade war es trotzdem.
Tremors


















































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