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Defeated Sanity - Prelude To The Tragedy



Release Info: 2004 - Grindethic - Full Length
Band Info: Deutschland - 1993 - Death Metal
Bewertung: 7,5


Songs:

1. Liquifying Cerebral Hemisphere
2. Drifting Further
3. The Parasite
4. Horrid Decomposition
5. Tortured Existence
6. Apocalypse Of Filth / Collapsing Human Failures
7. Remnants Of The Dead
8. Prelude To The Tragedy

Vorab möchte ich sagen, dass Defeated Sanity meine absolute Lieblingsband ist. „Prelude to the Tragedy“ rangiert bei mir eher im unteren Bereich ihrer Diskografie, genauer gesagt auf dem vorletzten Platz. Das heißt aber keineswegs, dass ich das Album nicht mag. Es enthält einen meiner absoluten Lieblingssongs von DS, den Opener „Liquifying Cerebral Hemispheres“. Neben dem Opener gibt es noch einige andere herausragende Stücke, wie zum Beispiel „Drifting Further“, „The Parasite“ und den Titeltrack. Der Sound des Albums ist insgesamt deutlich hektischer als im Rest ihrer Diskografie, und das Songwriting ist einfacher, was aber nicht unbedingt schlecht sein muss. Trotzdem mangelt es nicht an wahnsinniger technischer Finesse (siehe nochmal „Liquifying Cerebral Hemispheres“). Der Gitarrensound klingt ziemlich mechanisch und erinnert mich ein wenig an den Sound von „Reduced to Ashes“ von Deeds of Flesh. Ich habe mit der Produktion des Albums absolut nichts auszusetzen; ich besitze es auf Vinyl, aber es klingt meiner Meinung nach auch digital hervorragend. Das Schlagzeugspiel ist natürlich exquisit, Lille enttäuscht nie. Dies ist auch das einzige DS-Album ohne Bassist Jacob Schmidt, der später sofort zu einem festen Bestandteil des Bandsounds und Songwritings wurde. Doch auch ohne Schmidt ist der Bass auf dieser Platte sehr präsent, auch wenn er nicht so stark hervorsticht und dem Sound der Band nicht dieselbe Persönlichkeit verleiht.

Mein Hauptkritikpunkt an diesem Album ist, dass es stellenweise etwas eintönig und, ich wage es zu sagen, langweilig wird. Wie bereits erwähnt, ist das Songwriting simpel, was an sich nicht unbedingt schlecht ist, aber wenn das Songwriting so simpel ist, brauchen die Songs eingängigere Hooks oder einprägsame Breakdowns auf den meisten Albumtracks. Der einprägsamste Breakdown des Albums findet sich erneut im Opener, danach gibt es aber nicht mehr viele nennenswerte. Es gibt hier und da ein paar coole und interessante Parts, aber selbst die Tracks, die ich zuvor als Highlights genannt habe, sind einfach nur gute Songs, keine umwerfenden Brutal-/Tech-Death-Tracks. Der Opener ist meiner Meinung nach der einzige wirklich herausragende Song des Albums, und danach folgen noch einige weitere starke Stücke. Der Rest, obwohl jedes Lied einige gute Momente bietet, wirkt insgesamt etwas flach. Einer der enttäuschendsten Songs ist für mich „Remnants of the Dead“. Die ersten zehn Sekunden sind zwar mit die krassesten, die ich je gehört habe, aber danach verliert der Song an Reiz. Trotzdem ist die Instrumentierung exzellent, und man merkt, dass die Band mit diesem Album eine klare Vision und einen bestimmten Sound verfolgt hat. Sie haben nicht einfach nur ein Album gemacht, um irgendein Album zu produzieren.

Wie ich bereits erwähnte, ist das Tempo dieses Albums rasant, und der Gesang passt perfekt dazu. Mir gefällt der Gesang auf dieser Platte wirklich gut, und ich wäre ehrlich gesagt interessiert an einem weiteren Album mit diesem Gesangsstil, obwohl ich nicht glaube, dass das passieren wird. Die Atmosphäre des Albums finde ich im Vergleich zu ihrer restlichen Diskografie ebenfalls einzigartig. Es hat einen eher dämonischen und unheiligen Klang, ganz anders als der abstoßende und vulgäre Sound ihrer nächsten Alben. Mir gefallen an diesem Album weitaus mehr Dinge, als ich bemängeln würde. Es gibt nichts, was ich daran absolut nicht mag, nur einige Stellen, die deutlich besser sein könnten. Aber dies sollte erst der Anfang für diese Meister des Brutal/Technical Death Metal sein. (METAL ARCHIVES)






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