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Gorgasm - Bleeding Profusely



Release Info: 2001 - Extremities - Full Length 
Band Info: USA - 1994 - Death Metal
Bewertung: 6


Songs:

1. Bleeding Profusely
2. Morbid Overgrowth
3. Stripped To The Bone
4. Fucking The Viscara
5. Voracious
6. The Essence Of Putrascence
7. Post Coital Truncation
8. Severed Ecstasy
9. Lesbian Stool Orgy
10. Fisticunt
11. Disembodied

Aus der Sicht eines Death-Metal-Fans ist Gorgasms „Bleeding Profusely“ ein weiteres Album, das sich im Death-Metal-Genre eher an anderen orientiert. Das Material ist weder innovativ noch besonders eingängig oder herausragend … aber man kann es trotzdem irgendwie mögen. Eintönigkeit ist bei den meisten Death-Metal-Fans nicht unbedingt verpönt – andererseits ist es harte Arbeit, als Death-Metal-Band herauszustechen, wenn Millionen mittelmäßiger Bands das Gleiche auf einem niedrigeren Niveau machen und es irgendwie schaffen, den Markt zu überschwemmen. Also, das ist wieder so eine dieser Bands, die sich im Mainstream wiederfinden … so gut kann es ja nicht sein. Oft würde man das annehmen, aber hier sehe ich das anders.

Ohne jegliche Subtilität und mit kurzen, prägnanten Songs (23 Minuten lassen sofort erkennen, dass es sich hier nicht um ein langatmiges Epos handelt) kommen Gorgasm direkt zur Sache – gnadenlose Brutalität. Gorgasm machen Musik, ohne mit eingängigen Rhythmen zu locken und zu erwarten, dass die Hörer sofort darauf anspringen. Und tatsächlich funktioniert es. Klar, wir wissen alle, dass Death Metal aus Thrash entstanden ist, und dieses Album beweist es eindrucksvoll, auch wenn Thrash-Riffs im Allgemeinen harmloser sind als alles, was man im Death Metal findet. Hier kommt purer, beschleunigter Death Metal daher, mit einer Ladung wuchtiger Blastbeats und rasantem Gitarrenspiel, das einen fast bereuen lässt, sich das überhaupt angehört zu haben. Die zwar komplexen, aber dennoch effektiven Gitarrenriffs sind die eigentlichen Ohrwürmer des Albums, wie so oft bei Death-Metal-Veröffentlichungen – direkt aufs Ganze gehen, ohne Rücksicht auf die breite Masse.

Obwohl es keineswegs technisch anspruchsvoll ist, lässt sich nicht leugnen, dass einige der Gitarrenriffs verdammt schwierig und mitunter atemberaubend sind. Man könnte es mit Suffocation und Nile vergleichen, nur etwas weniger technisch. Die zuvor genannten Bands sind meist deutlich schwerer zu verstehen, während dieses Album sehr direkt und unverblümt bleibt, mit einem regelrechten Trommelfeuer aus Riffs. Die Melodien sind subtiler als die vorherrschende Brutalität; sie tauchen aus den Schatten der Nacht auf und schneiden den Ungläubigen die Kehle durch. Oh ja, das ist brutal! Für ein Debütalbum ist der Mix ruhiger als erwartet, behält aber den rauen Charme der druckvollen Produktion bei. Bei Gorgasm herrscht Krieg, immer und überall. Frieden wird schließlich überbewertet. Gewalttätige Texte, jede Menge brutale Riffs, wuchtige Drums… ihr wisst schon. (METAL ARCHIVES)


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