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Hallows Eve - Monument



Release Info: 1988 - Metal Blade - Full Length
Band Info: USA - 1983 - Thrash Metal
Bewertung: 8,5           


Songs:

1. Speed Freak
2. Sheer Heart Attack
3. Rot Gut
4. Monument
5. Pain Killer
6. The Mighty Decibel
7. The Righteous Ones
8. No Sanctuary

Nun, es hat etwas gedauert, aber ich komme endlich dazu, diese Rezension zu schreiben. Wie ihr vielleicht schon an meinen früheren, weniger ausgereiften Rezensionen zu Hallows Eve erraten habt, hättet ihr mich wohl für einen Fan gehalten. Und das stimmt in jeder Hinsicht, denn Hallows Eve zählt bis heute zu meinen absoluten Lieblings-Thrash-Metal-Bands. Für mich gehört diese Vierertruppe zu den Besten, wenn es darum geht, gut geschriebenen, brachialen Midtempo-Thrash-Metal zu kreieren. Obwohl dieser Stil auf ihrem bombastischen Debütalbum „Tales of Terror“ noch nicht ganz so präsent war, kam er auf ihrem zweiten Album „Death & Insanity“ deutlich zum Vorschein. Und nun, im Jahr 1988, erscheint das dritte Album der Band, das gleichzeitig den Abschluss ihrer klassischen Jahre markiert. Wie bereits erwähnt, hat diese Rezension lange auf sich warten lassen. Ich besitze mein Exemplar von „Monument“ nun schon seit etwa anderthalb Jahren und habe einige Zeit gebraucht, um meine Gedanken zu dieser CD zu ordnen.

Vor zwei Jahren schwärmte ich von „Death & Insanity“ als dem absoluten Höhepunkt der Hallows Eve-Diskografie – und wer hätte das bei Songs wie „Lethal Tendencies“, „DIE“ und „Nobody Lives Forever“ verneint? Doch beim ersten Hören von „Monument“ blieb mir vor Staunen der Mund offen stehen. Sie hatten ihr vorheriges Album mit Bravour übertroffen. Jeder Aspekt des Bandsounds hatte sich verbessert: der Gesang klarer, die Riffs ausgefeilter, der Sound so präzise und tight, dass man eine Münze darauf abprallen lassen könnte – und das alles, ohne dabei an Einprägsamkeit einzubüßen (oft habe ich mich nach dem Hören des Albums dabei ertappt, wie ich „Speed ​​Freak“ oder den Titelsong vor mich hin summte). Auf diesem Album führt die Band den langsameren, brachialeren Thrash-Stil von „Death & Insanity“ fort, mit einigen Anspielungen auf den Speed-Metal-Rausch des Debüts (siehe „Speed ​​Freak“ oder „No Sanctuary“). Während der knapp vierzig Minuten Laufzeit dieses Albums wird der Hörer ununterbrochen mit schnellen, einprägsamen Riffs bombardiert, untermalt von einem knackigen Bass und einem wuchtigen Schlagzeug, das dem Sound nicht nur Rhythmus verleiht, sondern das Hörerlebnis maßgeblich prägt. Die ausgefeilte Produktion unterstreicht dies und liefert einen schönen, glänzenden Sound, der dennoch die für Thrash Metal typische Rauheit beibehält. Erwähnenswert ist auch der Gitarrensound des Albums: Er ist zwar nicht außergewöhnlich, wie etwa der von Ed Wynne von Ozric Tentacles, aber er besitzt diesen knackigen Klang, den viele Bands der damaligen Zeit verwendeten (allen voran Coven aus Washington und Mandator aus Belgien).

Das Album beginnt mit einem bombastischen Reminiszenz an die frühen Tage der Band: „Speed ​​Freak“. Wie der Titel schon andeutet, ist es ein rasanter Song, ähnlich dem, was man auf dem Debütalbum „Tales of Terror“ finden könnte. Der Song besticht durch ein absurd simples Riff, Chorgesang und einen Ohrwurm-Refrain. Besonders hervorzuheben ist der Break in der Mitte des Openers, der stark an Nuclear Assault erinnert – brachial und mit einem gelungenen Aufbau, bevor er wieder in das Haupt-Riff mündet. Der darauffolgende Track ist ein Cover, und zwar ein wirklich gelungenes. Hallows Eve nehmen Queens „Sheer Heart Attack“ und verwandeln es in ihr ganz eigenes Monster (ich muss dazu sagen, dass ich das Original dieses Songs noch nie gehört hatte und der Refrain mich völlig überrascht hat, sodass ich dachte, meine CD würde springen). Monument schlägt dann mit den beiden folgenden Songs „Rot Gut“ und „Monument (To Nothing)“ wieder den etwas ruhigeren Ton von „Death & Insanity“ an. „Rot Gut“ ist mit Abstand der langsamste Song des Albums und besticht durch eine fast schon schleppende Strophe, die eng an den düsteren Gitarrenbeat anknüpft. „Monument (To Nothing)“ erzählt die Geschichte der Musikszene seiner Entstehungszeit („This era, this music, this scene, all a great mon-u-ment to nothing!“) und bietet einen dieser einprägsamen Chorgesänge, untermalt von einem simplen, aber effektiven Riff.

Im weiteren Verlauf des Albums nimmt das Tempo etwas zu, mit Ausnahme von „The Mighty Decibel“, einem langsameren Track, der in seiner Struktur „Monument (To Nothing)“ ähnelt. Die drei anderen Songs an diesem Ende des Albums – „Painkiller“, „The Righteous Ones“ und „No Sanctuary“ – haben alle diese rasante Dynamik, die „Speed ​​Freak“ im Intro auszeichnete. „The Righteous Ones“ beginnt mit einem eher gemächlichen Riff, wie man es von Covens „Blessed is the Black“ kennt, bevor es in einen wahren Geschwindigkeitsrausch ausbricht. Dieses Album markierte das Ende einer Ära für Hallows Eve; es war das letzte vor ihrer Auflösung und der späteren Wiedervereinigung um 2004. Sie konnten den Sound von „Death & Insanity“ und „Monument“ wiederfinden, und beide Alben haben bis heute nichts von ihrer Faszination verloren. Schade ist nur, dass Hallows Eve trotz Plattenfirma und gut geschriebener Songs nie den Sprung aus dem Underground schafften. Doch solange Metalheads die Alben entdecken und genießen, wird ihr Name weiterleben. (METAL ARCHIVES)

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