1. Dreams Can Come True
Nach einer langwierigen, schweren Krankheit und jahrelanger Pause meldet sich Urgestein Mat Sinner eindrucksvoll an der Frontlinie des deutschen Hard Rock zurück. Wo andere nach Rückschlägen aufgeben würden, bündelt der Bassist und Sänger seine Energie und liefert mit Boom Bang Goodbye das 20. Studioalbum seiner Band Sinner ab. Und der Name ist Programm: Es ist eine lautstarke Absage an das Aufgeben und ein feuriges Bekenntnis zum Rock 'n' Roll. Auf Boom Bang Goodbye besinnen sich Sinner auf ihre Stärken, die sie über vier Jahrzehnte geprägt haben: Eine unwiderstehliche Mischung aus dem harten, melodiösen NWOBHM-Spirit, treibendem German Heavy Metal und dicken Hard-Rock-Hooks im Stil von Thin Lizzy.
An der Seite von Mat Sinner agiert eine hervorragend eingespielte Mannschaft. Die Gitarrenfraktion rund um Tom Naumann schießt knackige, rifflastige Salven und mitreißende Twin-Guitar-Leads ab, während die Drums unbarmherzig nach vorne marschieren. Mat Sinners Stimme klingt gewohnt markant, leicht rau und voller Attitüde – gepaart mit den charakteristischen, vielstimmigen Refrains, die sofort im Ohr hängen bleiben. Die Produktion ist modern, trocken und besitzt ordentlich Druck, ohne die handgemachte, erdige Rock-Seele zu ersticken.
Boom Bang Goodbye ist nicht nur emotional ein enorm wichtiges Album für Mat Sinner und seine Weggefährten, sondern auch musikalisch ein echter Volltreffer. Das Album wirkt frisch, vital und frei von Ballast. Sinner liefern punktgenauen, schnörkellosen Hard Rock / Heavy Metal, der verdammt viel Spaß macht und beweist, dass mit den deutschen Rock-Veteranen nach wie vor absolut zu rechnen ist oder war.


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