2. Who Am I?
3. Spellbreaker
4. Beware
5. Religion
6. The Extreme Unction
7. Dark Heroes
8. Living Dead
9. Atomic Winter
Schweden entwickelte schneller als seine skandinavischen Nachbarn eine eigene Metal-Szene. Die Finnen schwitzten noch in ihren Saunen, die Norweger fingen den ganzen Tag Wale und Island wartete noch auf Strom. Glaubt mir, es war genau so (oder anders, wer weiß?). Destiny gehören jedoch zu den Bands, die die schwedische Szene schon früh geprägt haben. Der Opener von „Atomic Destiny“ (der Titel verrät bereits das Entstehungsjahrzehnt des Albums), „Bermuda“, segelt hart am Wind im Dreieck aus traditionellem Metal, Power und Thrash. Unter anderem durch die dezenten, aber wirkungsvollen Keyboards im einprägsamen Refrain erhält der Track eine unheimliche Note, sodass Musik und Text über diesen mysteriösen Ort perfekt zusammenpassen. In einem zunehmend polarisierenden Umfeld schlossen sich Destiny zwar nicht den Thrash-Legionen an, feierten aber auch nicht mit den Hair-Metal-Vertretern. Destinys Sound ist frei von jeglichem Zuckergeschmack. Stattdessen bildet eine tiefgründige Härte das Fundament von „Atomic Destiny“ (was man angesichts des eher schwachsinnigen Artworks auch nicht wirklich erwarten kann). Der geradlinige, konventionell gestaltete Opener markiert bereits den Höhepunkt der neun Tracks, doch auch die meisten weiteren Songs erreichen ein mehr als solides Niveau, und ich wünsche jedem Album vergleichbarer Formationen, beispielsweise Morgana Lefay, dass es die Klasse von Destinys zweitem Werk erreicht. Okay, einige Details irritieren hier. Die Background-Vocals von „Spellbreaker“ oder „Dark Heroes“ beispielsweise klingen ziemlich irritierend, und der Leadsänger ist gut, solange er einen vergleichsweise rauen Ansatz verfolgt, fühlt sich aber im Hochtonbereich nicht wohl. So oder so fehlt es dem Gesamtbild nicht an Kohärenz. Ausgestattet mit einer transparenten und trockenen Produktion wird das Album viele Metalheads nicht enttäuschen, aufgrund seines stilistischen Mixes aber auch nicht zu den Juwelen ihrer Sammlung gehören. Die ersten Stücke der B-Seite verdeutlichen das Problem. Das dezente „The Extreme Unction“ grenzt an Speed Metal, während das schleppende „Dark Heroes“ (übrigens ein eher mittelmäßiges Stück) mit Doom flirtet. Tatsächlich präsentieren Destiny ihren besten Song gleich zu Beginn, auch wenn das epische, sich langsam steigernde Stück mit seiner klaren Gitarrenarbeit ebenfalls recht stark ist. Wie der Opener birgt auch dieses Stück ein unheimliches Element und so schließt sich der Kreis. Was bleibt zu sagen? Ich war überrascht, dass die Band schon so viele Alben veröffentlicht hat. Nach „Atomic Winter“ habe ich ihre Spur verloren. Scheint, als wäre der Bermuda-Effekt vielerorts zu spüren. (METAL ARCHIVES)

Schweden entwickelte schneller als seine skandinavischen Nachbarn eine eigene Metal-Szene. Die Finnen schwitzten noch in ihren Saunen, die Norweger fingen den ganzen Tag Wale und Island wartete noch auf Strom. Glaubt mir, es war genau so (oder anders, wer weiß?). Destiny gehören jedoch zu den Bands, die die schwedische Szene schon früh geprägt haben. Der Opener von „Atomic Destiny“ (der Titel verrät bereits das Entstehungsjahrzehnt des Albums), „Bermuda“, segelt hart am Wind im Dreieck aus traditionellem Metal, Power und Thrash. Unter anderem durch die dezenten, aber wirkungsvollen Keyboards im einprägsamen Refrain erhält der Track eine unheimliche Note, sodass Musik und Text über diesen mysteriösen Ort perfekt zusammenpassen. In einem zunehmend polarisierenden Umfeld schlossen sich Destiny zwar nicht den Thrash-Legionen an, feierten aber auch nicht mit den Hair-Metal-Vertretern. Destinys Sound ist frei von jeglichem Zuckergeschmack. Stattdessen bildet eine tiefgründige Härte das Fundament von „Atomic Destiny“ (was man angesichts des eher schwachsinnigen Artworks auch nicht wirklich erwarten kann). Der geradlinige, konventionell gestaltete Opener markiert bereits den Höhepunkt der neun Tracks, doch auch die meisten weiteren Songs erreichen ein mehr als solides Niveau, und ich wünsche jedem Album vergleichbarer Formationen, beispielsweise Morgana Lefay, dass es die Klasse von Destinys zweitem Werk erreicht. Okay, einige Details irritieren hier. Die Background-Vocals von „Spellbreaker“ oder „Dark Heroes“ beispielsweise klingen ziemlich irritierend, und der Leadsänger ist gut, solange er einen vergleichsweise rauen Ansatz verfolgt, fühlt sich aber im Hochtonbereich nicht wohl. So oder so fehlt es dem Gesamtbild nicht an Kohärenz. Ausgestattet mit einer transparenten und trockenen Produktion wird das Album viele Metalheads nicht enttäuschen, aufgrund seines stilistischen Mixes aber auch nicht zu den Juwelen ihrer Sammlung gehören. Die ersten Stücke der B-Seite verdeutlichen das Problem. Das dezente „The Extreme Unction“ grenzt an Speed Metal, während das schleppende „Dark Heroes“ (übrigens ein eher mittelmäßiges Stück) mit Doom flirtet. Tatsächlich präsentieren Destiny ihren besten Song gleich zu Beginn, auch wenn das epische, sich langsam steigernde Stück mit seiner klaren Gitarrenarbeit ebenfalls recht stark ist. Wie der Opener birgt auch dieses Stück ein unheimliches Element und so schließt sich der Kreis. Was bleibt zu sagen? Ich war überrascht, dass die Band schon so viele Alben veröffentlicht hat. Nach „Atomic Winter“ habe ich ihre Spur verloren. Scheint, als wäre der Bermuda-Effekt vielerorts zu spüren. (METAL ARCHIVES)

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